Indianersommer im eigenen Garten

Geht’s Ihnen auch so?  Für mich ist der Herbst die beste Jahreszeit. Klare Luft, kühle Temperaturen in der Nacht und warme sonnige Tage wecken meine Lebensgeister: Das zeigt auch bei vielen Gehölzen Wirkung. Aus ihren im Sommer so grünen Blättern weicht das Chlorophyll, dafür werden jetzt die bislang verdeckten Farbpigmente frei und das Blattwerk erglüht in leuchtendem Feuerrot, sanftem Gelb, Weinrot, Pink oder einer Mischung von allen.

Auch wenn Amerika aus dem „Indianersommer“ ein Riesenfest macht, bei uns können sich Buchen, Berg-, Schlitz- und Feuerahorn, Eichen, Wilder Wein oder Essigbaum genauso spektakulär herrlich bunt verfärben. Mal sehen, was dieses Jahr unsere Weinreben oder die Felsenmispeln machen, auf  tolle Rot-Gelb- und Orangetöne können wir uns freuen, ebenso auf das Feuerrot, mit dem sich die Heidelbeeren verabschieden.  Ganz überrascht bin ich vom Japanischen Zwergahorn, ein echtes Schmuckstück. Schon im Frühling leuchtete die Sorte ‚Phönix’ in Pink, hatte im Sommer dann grün-rote Blätter und jetzt ist sie wieder mit herrlichem Pink der Star.  Wie gemalt sehen übrigens auch die Blätter der Zaubernuss ‚Westerstede’,  vom Perückenstrauch und vom Federbuschstrauch (Fothergilla) aus. Ich hab noch eine Lücke frei. Ich kann es kaum erwarten, dort gleich zu pflanzen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)