Kompost – wieviel soll man nehmen?

Manchmal bin ich irritiert. Dass Kompost auch düngende Nährstoffe enthält, ist schon klar. Aber dass man damit auch zu viel des Guten geben kann, will mir nicht in den Kopf, aber die weisen Professoren meinen, dass 3-5 Liter pro Quadratmeter vollkommen ausreichen. Das ist ja nur eine hauchdünne Schicht von 3-5 Millimetern und das auf meinem mageren warmen  Spargelsandboden? Ruckzuck ist dort der Humus verbraucht. Bei Stauden und Ziersträuchern mag das angehen, doch im Gemüsegarten gebe ich vorsichtshalber etwas mehr, schließlich sollen meine Tomaten nicht verhungern. Immerhin, kürzlich habe ich einen Biogärtner im Rheingau besucht. Auf seinem fruchtbaren Lehmboden wächst alles fast allein, sobald er nur den Boden genug lüftet und damit den Bodenlebewesen, den Regenwürmern, Asseln und Bakterien  freie Bahn verschafft. Mulchen, Gründüngung, Kompost und kein Graben ist sein Rezept. Der Boden wird nach dem Winter nur mit dem Sauzahn gelüftet, nicht gewendet. Und schon wächst es los. Den Kompost gibt er übrigens als dünne Mulchdecke erst im Mai, dann  werden die Nährstoffe wirklich gebraucht.  Bei ihm reicht der wenige Kompost übrigens aus, ohnehin soll darin mehr Phosphor und mitunter auch Kali enthalten sein, als die Pflanzen brauchen. Fehlt nur der Stickstoff, den lasse ich jetzt mal extra untersuchen. Dann weiß ich erst, was bei meinem Boden wirklich Sache ist.

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Kommentare

  1. Britta meint

    Wir möchten auch einen Kompost anlegen, da sind solche Informationen doch immer sehr hilfreich. Hoffe, dass wir das auch so gut hinbekommen. Einen Kompost kann man doch eigentlich auch zu jeder Jahreszeit anlegen oder?