Salaternte ohne Läuse

Als Kind mochte ich keinen Salat, denn der steckte fast immer bis tief in die Herzblätter voller Läuse, i-gitt war das eklig, denn trotz sorgfältigem Waschen waren die schwarzen Tierchen nie auszuschließen. Jetzt ist das bei uns vorbei, denn seit es die läuseresistenten Salatsorten wie zum Beispiel ‚Osaka’, ‚Estelle’, ‚Lollo Rosso Solsun’ oder den Roten Eichblattsalat ‚Linux’ gibt, sind die alten Sorten für mich Schnee von gestern. Weder muss ich unendlich viel teures Waschwasser verschwenden, noch vorbeugend aufwendig mit Insektiziden spritzen. Ich kann mich trotzdem an selbst geerntetem herrlich frischem knackigen Kopfsalat erfreuen. Jeder Kopf ist ein Genuss ohne Reue. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist holländischen Züchtern ein solcher Fortschritt gelungen. Übrigens ganz ohne Gentechnik (die wird bei Hobbygärtnern vermutlich nie ankommen) sondern wie seit uralten Generationen üblich durch Einkreuzung von Wildformen, die von Natur aus immun sind, mit hochwertigen Kultur-Salatsorten. Gut dass sich immer wieder einige Pflanzen gegen Insekten behaupten können. Gut auch, dass es Experten gibt, denen solche Eigenschaften auffallen und dann die richtigen Kreuzungen vornehmen. Übrigens: zwar schmeckt mein Salat den Blattläusen der hartnäckigen Rasse Nasonovia ribisnigri nicht, aber meine Familie stört das nicht – sie kann keinen Aroma-Unterschied zu anderen Salaten entdecken. Eher freut sie sich eher über seine zarten, knackigen und wohlschmeckenden Blätter.

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Kommentare

  1. Marta meint

    Was auch hilft ist eine Mischung aus Essig und Bier zu versprühen. Hört sich komisch an aber es funktioniert.