Cooles Basilikum (Salatblättrig)

Kein anderes von den „neuen“ Kräutern gefällt uns Deutschen so gut wie Basilikum (habe ich mal gehört). Das kann gut sein, obwohl das Basilienkraut schon bei Hildegard von Bingen hoch im Kurs stand, aber eben nur als Heilkraut und Medizin, nicht als optimaler Geschmacksbringer zu Tomaten und Mozzarella – derartige mediterrane Genüsse wurden uns erst mit der Welle italienischer Gerichte beschert. Und da kann in der Tat bei uns keiner widerstehen. Schon dieser umwerfende Duft und das frische pfefferige Aroma. Zudem gibt es unter den Basilikums aus Asien, Europa und Afrika eine Riesenauswahl mit mehr als 40 verschiedenen Nuancen, von anisartig über Zitrone bis zu Kampfer. Eigentlich kommen wir ja mit dem „Großblättrigen Basilikum“ aus Genua ganz gut zurecht, es hat das typische Aroma, das uns fast süchtig macht. Wenn es nur nicht so eine empfindliche Mimose wäre, denn Wärme und Sonne braucht es rings um die Uhr. Man darf den Samen nicht so früh ausbringen, erst Mitte Juni ist optimal, denn der Boden sollte sich schon auf mindestens 16 Grad erwärmt haben, sonst ist die Keimung in Frage gestellt. Und kommt eine Regenperiode, tritt allzu leicht Fäulnis ein. Aber jetzt habe ich eine robuste Alternative entdeckt: das Salatblättrige Basilikum. Obwohl es aus der Gegend um Neapel stammt, verträgt es nicht nur viel Hitze (das ist eigentlich klar), sondern es hält auch Nässe und Kälteperioden mit enormem Stehvermögen durch, nicht schlecht für unser Klima. Seine gefurchten Blätter sind viel größer als bisher und schmecken wunderbar aromatisch, etwas pikanter als beim gewohnten großblättrigen ‚Genoveser’. Im Balkonkasten und in Gefäßen sieht es sogar nach einer bislang unbekannten Blattschmuck-Rarität aus.

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