Minikiwis

Jede Menge weisse Blüten habe ich gerade auf meinen Minikiwis entdeckt. Obwohl meine Pflanze in einem großen Kübel auf der Terrasse gedeiht und nicht im Beet ausgepflanzt ist, freuen wir uns schon auf die vielen leckeren Früchte. Besonders mein Klaus und Tochter Annika sind unverbesserliche Naschkatzen, im Herbst kommen sie kaum an den süßen Früchten vorbei. Im Gegensatz zu den echten chinesischen Kiwis (Actinidia chinensis) sind die Mini- oder Arguta-Kiwis (Actinidia arguta) überhaupt nicht frostempfindlich, denn sie stammen aus dem eisigen Sibirien. Auch die Früchte sind von ganz anderer Natur: sie ähneln eher Stachelbeeren in Größe und Form, haben eine glatte und keineswegs pelzige Haut, außerdem kann man die weichen saftigen Früchte im Oktober gleich vollreif von den Sträuchern ernten und sofort genießen. Sie wachsen reichlich in Büscheln heran, es gibt Sorten mit rotbraunen und andere mit grünen Früchten. Wer nur naschen und keine Plantage anlegen will, kommt mit der selbstfruchtbaren Sorte ‚Issai’ zurecht, für größeren Bedarf pflanzt man besser zu einem Harem von bis zu 9 weiblichen Pflanzen einen männlichen Befruchter, zum Beispiel die Sorte ‚Nostino’. Die trägt selbst keine Früchte, die anderen dafür umso mehr. Bleibt noch zu erwähnen, dass alle Kiwis kräftige wachsende Schlingpflanzen sind (ideal für Hecken und Sichtschutz) und ein- bis zweimal jährlich zurückgestutzt werden müssen.

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