Himbeeren von Juni bis November

Geht es Euch auch so? Am meisten Spaß macht ein Rundgang durch den Garten, wenn es zwischendurch etwas zu naschen gibt. Besonders Annika, unser Nachwuchs, hat ein wachsames Auge darauf, sie findet mit Sicherheit die süßesten Früchte. Schon zur Pfingstzeit entdeckt sie die ersten blauen Maibeeren und bald danach folgen mit den saftig-weichen Himbeeren ganz heiße Naschfavoriten.  Ein so tolles Beerenobst darf eigentlich  in keinem Garten fehlen. Dabei sind die mannshohen Büsche sehr pflegeleicht, man muss nur die richtigen Sorten wählen. Mit einigen Tricks ist bei mir die Saison vorgeplant, und so geht der Vorrat für unsere Leckermäulchen nie aus: von Anfang Juni (manchmal schon Ende Mai) bis zu den ersten harten Frösten  gibt’s immer wieder was zu ernten.

Das geht so:

Den Anfang macht die säulenförmig  wachsende ‚Sugana’. Die neue  „Two Timer“- Sorte trägt gleich zweimal:  zuerst ganz früh im Juni an kräftigen überwinternden Ruten aus dem Vorjahr. Gleichzeitig wachsen ab April neue Frühlingstriebe heran, von denen wir dann im Hochsommer Massen von wunderbar süßen und großen Beeren ernten – das reicht nicht nur zum Naschen sondern auch für Marmelade, Saft und für den Kuchen.

Noch bis vor wenigen Jahren war spätestens Ende Juli die Himbeerernte vorbei. Das ist heute undenkbar, denn ab August geht es fleißig weiter mit den aromatischen leckeren Herbsthimbeeren. Erst harte Fröste stoppen die Riesenerträge, die bis November immer wieder viel  Naschbares bieten. Ein enormer Fortschritt sind zu dieser narrensicheren Methode passende Sorten wie die robuste rote ‚Autumn Bliss’ aus England und die neue ‚Alpengold’ (als erste gelbe Züchtung hat sie stachellose Triebe!). Beide sind biologisch besonders wertvoll , denn durch ihre späte Blütezeit wird der lästige Himbeerkäfer mit seinen ekligen Maden ausgetrickst.  Das Spritzen kann man somit komplett vergessen, denn im Herbst ist das Insekt nicht mehr unterwegs, der Käfer ist bislang nur auf Aktivitäten im Sommer gepolt.  Auch die Pflege ist viel einfacher:  über Winter werden alle Ruten bis zum Boden abgeschnitten. Die Pflanzen treiben im Frühjahr wieder aus und tragen an den neuen Trieben.  Übrigens: Tolle Erträge bringen diese Himbeeren auch in Kübeln auf Balkonen und Terrassen.

 

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Kommentare

  1. Michael meint

    Wichtig ist, dass der Himbeerstrauch regelmäßig verschnitten wird. Dann trägt er mehr Früchte. Mit Spritzen oder anderen Schädlingsbekämpfungen sollte man außerdem vorsichtig sein.

    Gruß, Michael