Säen von Nutzpflanzen: Bohnen und Erbsen aus dem eigenen Garten

Es gibt doch nichts Schöneres, als mit Liebe gekochtes Essen, dessen Zutaten aus dem heimischen Garten stammen. Wer selber seine Nutzpflanzen liebevoll gehegt und gepflegt hat, kann sich sicher sein, mit welchen Mitteln gearbeitet wurde.

Bohnen: Für jeden Geschmack eine Sorte

Bohnensalat oder dicke Bohnen mit Speck und Salzkartoffeln? Bohnen gibt es in unendlich vielen Sorten, die teilweise unterschiedlich angebaut werden. Ihnen ist gemeinsam, dass sie alle sonnenhungrig sind. Vor allem Stangen-und Buschbohnen sind bei Hobbygärtnern bekannt. Während Stangenbohnen eine permanente Sonneneinstrahlung genießen, kommen Buschbohnen auch prima mit kürzeren Sommern zurecht. Beide Bohnensorten sollten erst ab den Eisheiligen Mitte Mai in den Boden, denn Frost vertragen sie gar nicht. Buschbohnen gedeihen auf nahezu jedem Boden. Wer jedoch eine ertragreiche Ernte einfahren will, entscheidet sich für Stangenbohnen. Sie lieben tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden. Vor der Stangen- und Buschbohnen Aussaat sollten Sie den Boden auflockern und Kompost untermischen – das garantiert gut wachsende Pflanzen.

Die Bohnen-Aussaat

Falls Sie die Bohnen direkt ins Freie säen möchten, sollten Sie damit erst im Mai anfangen. Möchten Sie schon früher die jungen Pflänzchen beim Wachsen beobachten, ziehen Sie die Bohnen ab Mitte April auf der Fensterbank vor (sechs Bohnen pro Pflanztopf). Wer die Bohnen vor der Aussaat 24 Stunden in Wasser aufweicht, erreicht ein schnelleres Keimen.
Setzen Sie immer zwei bis fünf Saatbohnen drei Zentimeter tief in den Boden und bedecken Sie sie mit Erde. In der Reihe sollte der Abstand der einzelnen Bohnenhorste etwa 50 Zentimeter betragen. Mehrere Reihen müssen mindestens 80 Zentimeter weit voneinander entfernt liegen. Beachten Sie, dass Stangenbohnen eine Rankhilfe benötigen, die in Dachform maximal zwei Meter über den Boden angebracht wird. Gießen Sie sparsam und düngen Sie regelmäßig mit Kompost – während die Buschbohne nach Aussaat recht genügsam ist, braucht die Stangenbohne mehr Nahrung.

Erbsen: Anspruchslos und lecker

Erbsen sind ein Genuss für jeden Hobbygärtner egal ob alter Hase oder Neueinsteiger. Die knallgrünen Kugeln sind unkompliziert, wachsen schnell und vertragen sogar Frost. Vor der Aussaat sollten Sie planen, wie Sie die Erbsen verwenden wollen. Zuckererbsen werden mit Schale gekocht oder roh gegessen. Markerbsen sind sehr süß, wenn sie jung geerntet werden. Palerbsen sind hingegen die ideale Erbsensorte zum Trocknen. Da Erbsen durch Bakterien Stickstoff aus der Luft aufnehmen, düngen sie den Boden und bereiten ihn ideal für weitere Pflanzen vor, zum Beispiel Erdbeeren. Dennoch sollte der Boden schon vor der Aussaat mit ausreichend Humus versetzt sein. Übrigens: Erbsen sind robust und müssen nicht besonders geschützt werden.

Die Erbsen-Aussat

Neigt sich der März dem Ende zu, sollten Erbsen ins Freiland gesät werden. Niedrige Sorten säen Sie am besten in zwei Reihen gegenüber. Zwischen den einzelnen Samen sollte der Abstand etwa zwei, zwischen den Reihen etwa 20 Zentimeter betragen. Erbsensamen setzt man zwei Zentimeter tief in die Erde. Ziehen Sie in den Boden eine Rille, in die Sie die Samen setzen. Danach legen Sie eine Schicht Erde obenauf, drücken sie leicht an und gießen sparsam. Größere Sorten unterstützen Sie zudem mit einer Rankhilfe, zum Beispiel aus Maschendraht und dünnen Hölzern. Wer die Erde etwas anhäuft, sobald die Pflanzen etwa zehn Zentimeter groß sind, erhöht deren Standfestigkeit. Gießen Sie regelmäßig, aber sparsam, da Erbsen keine Staunässe vertragen. Kompost eignet sich perfekt als Dünger.

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