Unkraut entfernen: So klappt’s ganz einfach

Jeder Gärtner kennt es, kaum einer mag es: Unkraut. Es wächst überall da, wo man es gerade nicht haben will. Zwischen Steinen, im Rasen, in den liebevoll gestalteten Beeten. Dabei sind Giersch, Brennnessel und andere Kräuter nicht nur ein optisches Problem im Garten. Lässt man sie wachsen, rauben sie den anderen Pflanzen Nährstoffe, Wasser und Licht und fangen langsam an, alles andere zu verdrängen. Auch im Rasen ist es unschön, wenn man im Sommer auf Disteln tritt oder die Bienen dicht über den Blüten des Klees summen und man den Rasen nicht betreten kann ohne möglicherweise gestochen zu werden.

Wie wird man die Störenfriede also wieder los? Auch wenn einige Hobby-Gärtner etwas Meditatives im Jäten finden können: Unkraut entfernen ist für die meisten eine eher ungeliebte Aufgabe. Man kann sich das Leben aber auch ein wenig erleichtern.

Besser keine Gifte einsetzen beim Unkraut entfernen

Natürlich kann man zur chemischen Keule greifen, um Klee, Distel und anderes Unkraut zu entfernen. Man sollte aber bedenken, dass Herbizide nicht nur für das Unkraut, sondern auch für Insekten, Katzen und teilweise sogar für den Menschen gefährlich sind. Auch „bienenfreundliche“ Gifte sind Gifte, die in der Natur nichts verloren haben. Wer aber absolut nicht um den Einsatz von Unkrautvernichtern herum kommt, sollte sehr vorsichtig damit umgehen und das Herbizid direkt auf die unerwünschte Pflanze auftragen, statt sie einzunebeln. So ist gewährleistet, dass das Gift ausschließlich das Unkraut vernichtet. Übrigens: Der Einsatz von Essig und Salz gegen Unkraut ist gesetzlich verboten! Zwar handelt es sich dabei nicht um Gifte, aber beides kann sich im Boden ansammeln und wird nur sehr schwer und langwierig abgebaut.

Unkraut entfernen: die umweltfreundlichen Alternativen

Die umweltfreundlichste Methode ist das Jäten. Am besten geht das nach einem Regenschauer wenn der Boden aufgeweicht ist und sich die Unkräuter leicht mit der Wurzel entfernen lassen. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Unkraut nicht zum Blühen kommt, so dass es sich nicht noch weiter ausbreiten kann. Haben Sie gerade keine Zeit zum Jäten, schneiden sie wenigstens vorsichtig die Blüten ab, damit sich keine Samen bilden können.
Tiefwurzelnde Unkräuter wie Löwenzahn, Disteln oder Giersch müssen unbedingt mit dem Spaten oder ein Spezialwerkzeug ausgegraben werden, da sich aus jedem kleinen Wurzelrest wieder neue Pflänzchen bilden.
Ein wirkungsvolles und einfaches Mittel Unkraut zu entfernen ist, die Pflanzen mit kochendem Wasser zu überbrühen. Durch das kochende Wasser stirbt die Pflanze ab und man kann nach dem Trocknen ganz einfach die Überreste entfernen.

Unkraut gar nicht erst entstehen lassen

Unkraut entfernen kann man sich sparen. Wer sein Beet oder einen ganzen Garten neu anlegt, kann einiges dafür tun, dass Unkräuter es schwer haben. So kann man zum Beispiel eine dicke Mulchschicht auf die Beete ausbringen. Auch ein spezielles Unkrautvlies verhindert das Wachstum der Wildkräuter sehr gut. Eine andere Möglichkeit ist das dichte Pflanzen von Bodendeckern, die das Wachstum von Hirtentäschel und Kollegen eindämmt.

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