Rasenpflege – so pflegen Sie den Rasen richtig

Der Rasen ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers und gehört zu den am meisten strapazierten Bereichen im Garten und sollte deshalb besondere Pflege erfahren. Um einen gleichmäßigen grünen Teppich im Garten zu erhalten, reicht regelmäßiges mähen mit dem Rasenmäher einfach nicht aus.

Der Rasen ist für einen Garten unersetzlich. Neben seinem Zierwert verhindert er Bodenerosion und schützt vor starker Bodenaustrocknung. So anspruchslos die Graspflanzen auch sind, benötigen sie eine konsequente Rasenpflege und Rasendünger  für einen dauerhaft grünen Teppich.

Kampf dem Rasenfilz durch Rasenpflege

Jeder Gartenbesitzer kennt das Problem – ein einst schöner Rasen verkommt zum Rasenfilz. Moos, Unkräuter und Herbstlaub bilden mit dem Gras ein wildes Geflecht, das seine Zierde verliert. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen kann begonnen werden, altes Herbstlaub und kleine Zweige gründlich aus dem Rasen heraus zu rechen. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen, denn schnell sind die Rasenwurzeln beschädigt. Der Abfall, der bei der Rasenpflege anfällt, kann einfach auf dem Kompost entsorgt werden.

Moosbekämpfung bei der Rasenpflege

Das Problem mit dem Moos im Rasen kennt jeder Gartenbesitzer. Moos entsteht besonders auf verdichteten und schweren Böden, bevorzugt in leicht schattigen Lagen. Begünstigt wird dessen Entwicklung zudem durch einen niedrigen PH-Wert, d.h. sich im sauren Bereich findet. Auch ein zu niedriges Rasenmähen fördert die Moosentwicklung im Rasen. Eine rasenpflegende Methode für die schnelle Entfernung ist das Vertikutieren. Durch die Rasenbelüftung wird das Moos entfernt und die Gefahr ist für kurze Zeit gebannt. Ein Vertikutierer kann jedoch kein Moos dauerhaft bekämpfen, denn die Ursachen bleiben erhalten.

Mittels einer Bodenprobe sollte geklärt werden, in welchem Bereich sich der PH-Wert des Bodens befindet. Möglicherweise hilft schon das Streuen von Kalk mit einem Streuwagen. Zu empfehlen ist Dolomitenkalk, da er eine erhöhte Konzentration an dem Nährelement Magnesium enthält und eine wachstumsfördernde Wirkung besitzt. Rasche, aber nur kurzzeitige Besserung versprechen Moosvernichter (Eisen-II-Sulfat).

Grundsätzlich sollte der Rasen nicht ständig zu kurz gemäht werden. Eine Schnittlänge von 5 bis 6 cm bewirkt bereits ein Unterdrücken des Mooses. Und nicht nur das, denn es verhindert auch Wildwuchs. Die Graspflanzen wachsen zumeist stärker und unterdrücken keimende Unkräuter. Breit- und flachblättrige Unkräuter (z.B. Löwenzahn) sticht man am besten mit den Wurzeln und einem Unkrautstecher aus.

Unebenheiten bei der Rasenpflege ausbessern

Unebenheiten im Rasen sehen nicht nur unschön aus, sondern stellen eine Gefahrenquelle dar. Übersieht man eine Vertiefung, kann das Fußgelenk verletzt werden. Ähnlich verhält es sich mit erhöhten Stolperfallen. Kleinere Unebenheiten lassen sich durch vorsichtiges Auffüllen oder Abtragen beheben. Stärkere Vertiefungen füllt man auf, indem an dieser Stelle ein Kreuz in den Rasen geschnitten und durch auffüllen mit einem Sand-Erde-Gemisch angehoben wird. Der Rasen wird anschließend wieder fest angedrückt und angegossen.

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