Rosen pflanzen – Beginn einer dankbaren Gartenfreundschaft

Die Rose wird häufig als Königin der Blumen bezeichnet. Nicht zu unrecht. Ihre Blütenpracht erstreckt sich nahezu den ganzen Sommer und erfreut das Gärtnerherz. Bis es jedoch soweit ist, beginnt alles mit dem Pflanzen der Rosen.

Als Königin der Blumen möchte die Rose auch so behandelt werden. Die Wahl des richtigen Pflanzplatzes ist für die spätere Entwicklung entscheidend, denn Rosen vertragen kein zu häufiges Umpflanzen. Rosen gedeihen an sonnigen Plätzen mit tiefgründigen fruchtbaren Böden. Sie sollten auch während des Sommers nicht zu trocken, aber keinesfalls nass sein. Ist der Boden nicht optimal, lässt er sich durch Bodenverbesserungsmaßnahmen aufwerten. Mit gefundenem Pflanzplatz vorbereitetem Boden gibt es zwei Möglichkeiten Rosen zu pflanzen.

Getopfte Rosen pflanzen

Rund um das ganze Jahr lassen sich Rosen im Topf pflanzen. Sie haben einen Wurzelballen und können auch mitten in der Vegetationszeit, als beispielsweise blühende Rosen-Pflanzen, ins Beet gesetzt werden. Vor dem Einpflanzen ist der Wurzelballen in einen Eimer mit Wasser zu tränken. Hierzu bleibt der Topf solange im Wasserbad bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend wird der Topfballen in gleicher Höhe in das vorbereitete Pflanzloch gesetzt. Umgebende Erde sollte gut gelockert sein, damit die Rosenwurzeln ins Erdreich eindringen können. Förderlich wirkt zudem, wenn vorhandener Wurzelfilz im Topfballen durch ein vorsichtiges Anritzen aufgebrochen wird. Abschließend wird der Boden verschlossen und die frisch gepflanzten Rosen gut angegossen.

Wurzelnackte Rosen pflanzen

Außerhalb der Hauptvegetationszeit lassen sich im zeitigen Frühjahr und im Herbst Rosen auch wurzelnackt pflanzen. Das bedeutet, dass die Rosenstöcke in ihrer Ruhephase ohne jeglichen Boden im Handel angeboten und gepflanzt werden können. Ohne Bodenkontakt sollte man unverzüglich die Pflanzarbeiten durchführen. Zunächst dürfen die Rosenstöcke für zirka zwei Stunden im Wasserbad ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen. Anschließend werden die oberen Triebe auf Scherenlänge (etwa 20cm) eingekürzt. Dicke sperrige Wurzeln können vorsichtig eingekürzt werden. Keinesfalls dürfen jedoch die feinen Faserwurzeln beschnitten werden. Das Pflanzloch sollte in etwa eine Handbreit größer als der Wurzelumfang sein. Mit einer Grabegabel wird die Sohle nochmals gelockert, um ein einfaches Eindringen der Wurzeln zu ermöglichen. Für da s Wachstum ist es förderlich, im Zuge der Lockerung noch etwas Rosendünger oder Hornspäne einzuarbeiten. Der Wurzelstock wird nun senkrecht ins Pflanzloch gehalten, sodass die Wurzeln noch frei hängen können. Als Pflanztiefe gilt, dass die Veredlungsstelle fünf, bei schweren Böden drei Zentimeter mit Erde bedeckt sein sollte. Als Orientierung kann ein über das Pflanzloch gelegter Stab dienen.

Nachdem die Rose positioniert ist, wird das Pflanzloch mit Erde verfüllt und der Boden gut angedrückt. Anschließend wird die frisch gepflanzte Rose noch angegossen. Als letzter Arbeitsschritt wird der Setzling noch soweit mit Erde angehäufelt, dass nur noch die Triebspitzen erkennbar sind.

Nun muss nur noch das Frühjahr kommen, um die Königin der Blumen in ihrer Schönheit erstrahlen zu lassen.

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