Kletterpflanzen auslichten: so geht`s!

Zahlreiche Kletterpflanzen werden für ihre Blütenpracht gemocht. Sie verkleiden Mauern und begrünen Spaliere oder Pergolen. Mit dem Alter werden sie in ihrer Blühfreude etwas träge. Verjüngende Schnittmaßnahmen verhelfen zu neuem Blütenreichtum.

Schnittmaßnahmen vor dem Austrieb

Laubabwerfende oder immergrüne Klettergehölze, die am diesjährigen Holz blühen, lassen sich entweder nach ihrer Blüte oder vor dem Austrieb im späten Winter verjüngen. Trompetenblume (Campsis), Heckenkirschen (Lonicera), Wilder Wein (Parthenocissus) oder der Strahlengriffel (Actinidia), besser als Kiwi bekannt, sind bekannte Vertreter dieser Kletterpflanzen. Um sie vital zu halten, wird jährlich ein Spornschnitt vorgenommen. Die Schnittmaßnahmen sind bei frostfreiem Wetter durchzuführen.

Die Seitentriebe der am diesjährigen Holz blühenden Kletterpflanzen werden mit einer scharfen Garten- oder Baumschere auf drei bis vier Knospen zu den Leitästen zurückgeschnitten. Ein stumpfes Schnittwerkzeug sollte nicht verwendet werden, denn es verursacht Quetschungen an der Schnittstelle.

Dichtes Astwerk wird ausgedünnt und außer der Form geratene Zweige werden herausgeschnitten. Es empfiehlt sich, während der Schnittmaßnahmen immer wieder einige Schritt zurückzutreten. Aus der entfernten Perspektive sind die Schnittmaßnahmen besser ersichtlich und man erkennt noch störendes Astwerk.

Bei der Kiwi wird der Spornschnitt nur dann durchgeführt, wenn man auf Ertrag aus ist. Steht die Fruchtbildung jedoch nicht im Vordergrund, muss nicht jährlich geschnitten werden. Es reicht aus, wenn die Pflanze regelmäßig ausgelichtet und verjüngt wird.

Radikaler Rückschnitt bei Clematis

Großblumige spätblühende Waldreben (Clematis-Hybriden) sind beliebte mehrjährige Kletterpflanzen im Garten, die über den Winter ihr Laub abwerfen. Ältere Exemplare sind so verästelt, dass sie radikal zurückgeschnitten werden können. Hierbei werden die Vorjahrestriebe bis auf einige Knospen ca. 20 cm über den Boden zurückgeschnitten. Die Kletterhilfe wird nach den Schnittmaßnahmen von den alten Trieben befreit. Hatte man in den letzten Jahren mit kümmernden Waldreben zu kämpfen, kann die Clematis-Welke eine Ursache sein. Um die Ausbreitung dieser Pilzerkrankung zu reduzieren, werden die alten Triebe nicht gehäckselt oder auf dem Kompost, sondern mit dem Hausmüll entsorgt.

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Kommentare

  1. meint

    Manchmal gar nicht so einfach…
    Mit Clematis habe ich bis jetzt immer Pech gehabt.
    Ich will aber nochmal einen Anlauf starten. Ich habe eine Hausecke, da würde das echt super aussehen.