Blumen- und Staudengärten umgestalten

Blütenreiche Blumen- und Staudengärten sind ein Augenschmaus. Auch wenn die mehrjährigen Gartenpflanzen pflegeleicht sind, ist regelmäßige Pflege der blühenden Beete trotzdem notwendig. Der beginnende Austrieb ist ein optimaler Zeitpunkt, Staudenbeete umzugestalten.

Blumen- und Staudengärten gelten als pflegearme Gartenformen. Ganz ohne Pflege geht es jedoch nicht, denn Gärten entwickeln verändern sich im Laufe der Zeit. Einigen Pflanzen gefällt es am Standort möglicherweise so gut, dass sie ihre Nachbarschaft verdrängen und das Beet an Vielfalt und Farbe verliert.

Längere Vorbereitungen

Natürlich lassen sich Staudenbeete ganz spontan umgestalten. Das setzt jedoch voraus, dass man die Pflanzen in ihren Wuchs- und Blütenmerkmalen genau kennt. Die bessere Vorgehensweise beginnt bereits im Vorjahr. Regelmäßig wird der Staudengarten ein- bis zweimal pro Monat fotografiert, wenn möglich aus der immer gleichen Perspektive. Gleichzeitig werden die Pflanzen mit Namensschildern versehen, damit sie im zeitigen Frühjahr beim Umpflanzen auch ohne Blätter gut zu erkennen sind. Anhand der Fotos lässt sich später erkennen, ob die Pflanzen optimal im Beet stehen und ob es längere Blühpausen gibt. Während der ruhigen Winterzeit wird ein Pflanzplan angefertigt, auf dem die Stauden neu angeordnet werden. Die unterschiedlichen Blütezeiten, -farben und Wuchshöhen sind unbedingt zu berücksichtigen.

Staudengärten umgestalten mit Plan

Sobald die Frühjahrssonne den Boden aufgetaut und etwas getrocknet hat, kann mit der Umgestaltung begonnen werden. Abhängig vom Pflanzplan und Beetgröße werden entweder nur einzelne oder alle Pflanzen zunächst ausgegraben. Bis zum Einpflanzen werden sie am Rand geparkt. Der Boden wird anschließend bearbeitet, sodass er neu bepflanzt werden kann. Wege, Trittplatten oder andere Gartenelemente sollten vor der Pflanzung im Beet gelegt oder aufgestellt werden. Anschließend werden die hochwachsenden Stauden herausgesucht, bei Bedarf geteilt und im Beet neu verpflanzt. Sie kommen in den hinteren Teil, damit sie kleinere Stauden nicht verdecken oder beschatten. Die Wuchshöhen nehmen im Beet nach vorn ab. Es entsteht ein stufiger Aufbau von vorn nach hinten. Kleinere und mittelhohe Stauden werden geteilt und in Gruppen im Beet verteilt. Während der Blütezeit wiederholen sich auf diese Weise Farbpunkte, die auf das betrachtende Auge harmonisch wirken.

Generell ist es ratsam, kleinere Gruppen von 3 bis 7 Stauden der gleichen Art und Sorte zu setzen. Die Pflanzung von einzelnen Stauden ist zwar sehr verbreitet, ergibt jedoch ein buntes kleinteiliges Durcheinander.

Zusätzliche Blühpunkte setzen

So gut ein Staudengarten gestaltet sein kann, lassen sich Blühpausen nicht vermeiden. Stauden haben nur eine begrenzte Blühdauer, die zudem vom Wetter beeinflusst wird. Damit der Garten nicht in der Blütenleere versinkt, können Trittplatten oder kleinere Freiflächen für saisonale Kübelbepflanzungen genutzt werden. Die Gefäße sind mobil und lassen sich bei Bedarf umstellen. Zudem können sie ganz nach Belieben bepflanzt werden, ohne das Staudenbeet in seiner Farbgestaltung zu gefährden. Einen interessanten Blickpunkt können auch große Töpfe mit einem Spalier schaffen. Einjährige Kletterpflanzen, z.B. Prunkwinde, Glockenrebe oder Rosenbecher erklimmen die Kletterhilfe und schaffen einen dauerblühenden Blickfänger über die ganze Saison.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)
Blumen- und Staudengärten umgestalten, 5.0 out of 5 based on 2 ratings