Kräuterkästen bepflanzen: das gilt es zu beachten!

Kräuter liegen voll im Trend der gesundheitsbewussten Ernährung und des leidenschaftlichen Kochens. Ein Kräutergarten ist zwar die beste Wahl, aber auch der Balkonkasten bietet ausreichend Möglichkeiten für den Kräuteranbau.

Nicht jeder, der Kräuter anbauen möchte, verfügt über einen eigenen Garten. Ein Kräutergarten ist zwar das Nonplusultra, aber es lässt sich auch der Balkon in einen aromatischen Stadtgarten verwandeln. Statt üppiger Balkonblumen werden Duft- und Gewürzkräuter angepflanzt. Nicht fern von der Küche, lockt ihre Ursprünglichkeit Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Der Balkon verwandelt sich in ein ökologisches Duftparadies.

Voraussetzungen für die Balkon-Kräuterkultur

Zum Kräuteranbau auf dem Balkon werden handelsübliche Balkonkästen oder Blumentöpfe verwendet. Ihre Größe sollte den Pflanzen ausreichend Wurzelraum bieten. Ob Ton- oder Kunststoffgefäße verwendet werden, entscheidet der persönliche Geschmack. Kunststoffgefäße sind im Vergleich zu Keramik und Ton leichter, jedoch sind sie vollkommen wasserundurchlässig. Falls zu viel gegossen wird, kann es durchaus zu Übernässungen im Wurzelbereich kommen.

Kräuter sind bescheidene Pflanzen und sie begnügen sich mit einem Minimum an Nährstoffen. Aus diesem Grunde verwendet man Kräutererde als Substrat. Sie ist durchlässig und ist nur schwach aufgedüngt. Alternativ kann Blumenerde mit Sand angereichert werden, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.

Bepflanzung der Kräuterkästen

Der Balkon bietet im Gegensatz zum Garten nur sehr eingeschränkte Platzverhältnisse. Es empfiehlt sich, für den Anbau nur die Kräuter zu wählen, die häufig in der Küche eingesetzt werden. Bei der Bepflanzung der Kräuterkästen ist auf die Ansprüche der Pflanzen zu achten. So lassen sich die Kräuterklassiker Bohnenkraut, Oregano, Rosmarin, Salbei oder Thymian in einem Kasten vereinen. Sie lieben die Sonne und vertragen Trockenheit. Hingegen benötigen Minze, Melisse, Petersilie oder Schnittlauch mehr Feuchtigkeit und sollten in einen eigenen Kasten erhalten.

Bietet der Kasten ausreichend Tiefe, kann versetzt doppelreihig gepflanzt werden. Ein beispielsweiser 60 cm breiter und 25 cm tiefer Kasten bietet somit Platz für etwa 5 Kräuter. Nach außen zur Sonnenzugewandten Seite werden kleinere oder flachwachsende Kräuter eingepflanzt. Nach innen werden die höheren Kräuter eingesetzt. Auf diese Weise erhalten alle Kräuter ausreichend Licht und es entsteht ein leicht stufiger Aufbau im Kräuterkasten.

Pflege der Balkonkräuter

Regelmäßiges Wässern ist das A und O in der laufenden Pflege, denn die Erde im Balkonkasten trocknet schneller aus als im Garten. Durch häufige das Wässern setzt sich mit der Zeit die Erde und es dringt weniger Luft in den Wurzelraum. Mit einem Holz wird die Bodenoberfläche in regelmäßigen Abständen aufgelockert. Die Ernte ersetzt den Rückschnitt der Pflanzen. Hierbei werden nicht nur einzelne Blätter abgezupft, sondern ganze Triebe abgeschnitten. Ein neuer Austrieb und die Verzweigung der Kräuter werden angeregt. Nach der Blüte im Sommer wirken die Kräuter nicht mehr dekorativ. Ein starker Rückschnitt und eine schwache Düngung mit Kräuterdünger bzw. Hornspänen gibt den Pflanzen neue Kraft.

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Kommentare

  1. Gerlinde Reif meint

    Liebe Fa. Baldur, Ich habe vor einiger Zeit bei Ihnen Pflanzen gekauft.
    2 x Strauchtomate, Sparta F1, 1 x Wassermelone, Mini in Love,
    Alle 3 Planzen sind nicht angewachsen,obwohl ich dies vor Kälte geschützt habe. ansonsten habe ich auch so eingepflanzt, wie Sie es mir empfohlen haben.
    Die Pflanzen sind nicht gerade preiswert, umso enttäuschter bin ich über diese Lieferung.

    Es wäre schön, wenn Sie mir etwas entgegenkommen können.

    mit freundl. Grüßen
    Gerlinde Reif