Steingarten Pflege: Steingärten richtig pflegen

Sobald die Temperaturen ins Sommerliche steigen, schwindet das farbenfrohe Flair im Steingarten. Mit der Blüte haben die kleinwüchsigen Polster- und Gebirgspflanzen ihren Höhepunkt erreicht und der Steingarten fällt ohne Pflege in einen unansehnlichen Dornröschenschlaf.

Steingärten sind als Abbild einer alpinen Landschaft die Heimat von Gebirgspflanzen. Die meisten Steingartenpflanzen sind Frühlingsblüher, denn im Gebirge haben sie nur begrenzt Zeit, Samen bis zur Reife auszubilden. Im Gegensatz zum natürlichen Standort erblühen die alpinen Pflanzen im Flachland recht schnell und ihr wundervolles Flair geht verloren. Übrig bleibt ein Steingarten mit vielen braunen Pflanzenteilen, der keinen Schönheitspreis mehr gewinnen würde. Daher ist ie richtige Steingarten Pflege sehr wichtig.

Steingarten Pflege: das ist zu tun

Sobald die attraktiven Polster verblüht sind, sind die Polster zurückzuschneiden. Die krautigen Sprosse von Polsterphlox, Blaukissen oder Sandthymian können recht weit zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt bewirkt, dass die Pflanzen gesundes frisches Grün entwickeln und das Polster auch blütenlos dekorativ wirkt. Ohne Rückschnitt werden die Blütentriebe braun und sterben ab. Absterbende Triebe bergen noch einen unangenehmen Nachteil in sich, denn sie sind bei feuchtem Wetter eine Infektionsquelle für Pilzerkrankungen. Besonders betroffen sind dichte Rosettenpolster, wie z.B. Steinbrech, Andenpolster oder Sternmoos. Sind abgestorbene Rosetten im Polster vorhanden, werden diese vorsichtig mit dem Messer oder kleinen Schere herausgeschnitten.

Pilzkrankheiten und Fäulnis sind ein großes Problem im Steingarten. Im Flachland sind die Temperaturen höher und der Boden meist feuchter. Deshalb ist auf gute Drainage zu achten. Einen besonders großen Anspruch haben Pflanzen mit behaarten Blättern. Liegen sie auf dem feuchten Boden, entsteht in kürzester Zeit Fäulnis. Eine dünne Schicht Kies oder Splitt unter den Pflanzen sorgt dafür, dass die Blätter besser abtrocknen können.

Der Steingarten bietet nur karge Lebensbedingungen. Jedoch reichen sie aus, dass sich auch Gras oder Wildkräuter einnisten. Bei der regelmäßigen Pflege sollte der Wildwuchs bereits im frühen Stadium entfernt werden. Wird es verpasst, besteht die Gefahr, dass man beim Entfernen benachbarte Pflanzen mit aus dem lockeren Boden zieht. Um keinen zu großen Schaden anzurichten, werden bestenfalls die Wurzeln mit einem Unkrautstecher oder Messer durchtrennt.

Richtiges Wässern im Steingarten

Gebirgspflanzen sind bescheidene Pflanzen. Ihre Wurzeln dringen tief in den Boden oder Gesteinsritzen ein. Deshalb muss nicht so häufig gewässert werden, wie man es von Blumen- und Staudenbeeten gewohnt ist. Das Wässern in trockenen Hitzeperioden gehört jedoch zum Pflichtprogramm, denn Temperaturen jenseits der 25°C sind im Gebirge nur selten anzutreffen.

Das Gießen wird in den frühen Morgenstunden durchgeführt, damit die Pflanzen gut über den Tag abtrocknen können. Vermeiden sollte man das direkte Überbrausen von Rosettenpolstern. Es reicht im Grunde aus, wenn die Steine übergossen werden und die Feuchtigkeit in den Boden eindringt.

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