Mediterraner Garten – Pflanzen für zu Hause

Bis zur Ferienzeit dauert es nicht mehr lange und viele zieht es dann in den Süden. Das mediterrane Flair ist von intensiven Aromen und einer markanten Flora geprägt. Ein mediterraner Garten bringt Urlaubsflair direkt vor die eigene Haustür.

Gartenbesitzer brauchen nicht nur von Sonne und Süden träumen, sondern können das Urlaubsfeeling mit einem mediterranen Garten nach Hause holen. Voraussetzung ist ein sonnig gelegener Garten, die Motivation zur Umgestaltung und die passenden Pflanzen. Besonders dekorativ wirken Geröll- und Kiesbeete. Statt der normalen Bodenoberfläche wird eine Schicht Zierkies und größere Steine aufgetragen. Die Pflanzen werden zwischen die Steine gesetzt und ergeben einen attraktiven Kontrast zum steinigen Mineral.

Lage des mediterranen Gartens

Um einen mediterranen Garten zu verwirklichen, ist eine sonnige Lage notwendig. Häufig bieten sich auch Vorgärten vor dem Haus an, die nach Süden ausgerichtet sind. Ideal sind leichte Gefälle oder Hanglagen, da sich eine terrassierte Bauweise mit schönen Steinen anbietet. Großer Vorteil dabei ist, dass Wasser gut ablaufen kann und gefährliche Bodennässe vermieden wird.

Lockere Sandböden sind für die mediterrane Flora bestens geeignet. Bei schweren Lehmböden ist vor der Bepflanzung das Einarbeiten von grobem Sand zu empfehlen. Dies geschieht im Zuge der Bodenbearbeitung. Der Boden wird zunächst umgegraben, von Wurzelunkräutern befreit und anschließend eingeebnet. Wird sich für eine Art Geröll- und Kiesbeet entschieden, sollte der bearbeitete Boden vor dem Auftragen der Steinschicht mit einem Unkrautvlies überdeckt werden. Das verhindert ein Durchdringen von ungewünschtem Wildwuchs. Größere Steine werden noch vor der Bepflanzung angeordnet. Zur Bepflanzung wird mit einem scharfen Messer ein Kreuz ins Unkrautvlies geschnitten. Die Pflanze wird vorsichtig eingesetzt und der Boden angedrückt. Die Abstände zwischen den unterschiedlichen Pflanzen sind etwas größer zu wählen. Dadurch kommt der Kontrast zwischen Gestein und Pflanze besser zur Geltung. Sind alle Pflanzen eingesetzt, werden die offenen Zwischenräume mit einer dünnen Schicht Geröll und Kies abgedeckt. Das Angießen der frischen Pflanzung versteht sich von selbst und in den ersten Wochen stehen regelmäßige Wassergaben auf der Tagesordnung.

Mediterrane Pflanzen für den Garten

Für mediterrane Gärten eignen sich die Pflanzen, die in Südeuropa heimisch sind. Darunter befinden viele aromatische Gewürzkräuter, blütenreiche Stauden und Gräser. Lavendel (Lavandula), Oregano (Origanum), Salbei (Salvia) und Thymian (Thymus) sehen nicht nur dekorativ aus, sondern können gleichzeitig in der Küche als Gewürz verwendet werden. Polsterbildende Thymiansorten kriechen flach über den Kies und bilden im Vordergrund kompakte Blütenteppiche. Dazwischen angeordnete Gräser (z.B. Federgras, Lampenputzergras oder Schwingelgras) erhöhen den Strukturwert der Pflanzung. Roter Türkenmohn (Papaver orientalis) entwickelt im späten Frühjahr zum Blickfänger. Sehr dekorativ wirkt im Sommer die Blauraute (Perovskia) mit ihren blauvioletten Blüten. Zu einem optischen Augenschmaus verschmilzt sie in unmittelbarer Nachbarschaft gelbe Rosen. Außergewöhnlich wirken Edeldisteln (Eryngium) oder als Solitär die Palmlilie (Yucca). Schneckenknöterich (Persicaria affinis) oder der Wollziest (Stachys byzantina) sind blühfreudige und pflegeleichte Stauden für die Flächenbegrünung. Im Herbst bezaubern die Fette Henne (Sedum telephium) oder die höheren Montbretien (Crocosmia) in typischen Herbsttönen.

Den Gestaltungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Geringe Pflege und immer wärmere Sommer sprechen sehr für einen mediterranen Garten direkt vor unserer Haustür.

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