Sommerschnitt für Hecken

Hecken sorgen für klare Trennungen und Strukturen im Garten. Werden laubabwerfende Hecken mitten im Hochsommer geschnitten, empfiehlt sich für immergrüne Heckenpflanzen der späte Sommerschnitt.

Hecken bilden als Strukturelemente klare Linien im Garten. Als Abgrenzung bilden sie die Übergänge zwischen Wegen und Beeten oder zur Grundstücksgrenze. Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind erforderlich, damit sie ihrer Bestimmung gerecht wird und in Form bleibt.

Sommerschnitt nach Hauptwachstum

Der Sommerschnitt ist eine leichte Schnittmaßnahme und dient der Formgebung der Hecke nach der Hauptwachstumsperiode. Im Gegensatz zu den starken Rückschnitten im Frühjahr, wird der Neutrieb der Heckenpflanzen in Form gebracht. Die Triebe sind in den vergangenen Frühjahrsmonaten nach allen Seiten gewachsen und lassen die Hecke ungepflegt aussehen. Zudem schattieren lange Triebe innere Bereiche, sodass es zu einem Verkahlen im Inneren der Hecke kommt. Lücken und Löcher in der Hecke sind die Folge.

Hecken werden häufig von Vögeln als beliebte Lebensräume und Nistplätze angenommen. Aus Naturschutzsicht darf der Sommerschnitt erst nach Abschluss der Brutzeit erfolgen. Die gesetzlichen Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Sicherheit schafft die Nachfrage bei der zuständigen Naturschutzbehörde.

Sommergrüne Hecken, beispielsweise Buche, Hainbuche oder Weißdorn, sind von Mitte bis Ende Juli zu schneiden. Immergrüne Hecken, wie z.B. Liguster oder Nadelgehölze werden etwas später, im Zeitraum August bis September geschnitten. Der Buchsbaum als Formgehölz kann etwas häufiger im Zeitraum von Mai bis August geschnitten werden.

Das Vorgehen beim Sommerschnitt

Der sommerliche Formschnitt ist ein wichtiger Arbeitsschritt, um eine dichte und gesunde Hecke zu erhalten. Die Schnittmaßnahmen werden trapezförmig an der Hecke durchgeführt. Die Oberkante sollte immer schmaler als die unteren Heckenpartien sein. Somit fällt auch in den unteren Bereich ausreichend Licht und ein Verkahlen wird vermieden.

Als Orientierungshilfe dienen straff gespannte Gartenschnüre. Mittels Heckenschere, gleichwohl ob mechanisch oder motorisiert, werden die Triebe eingekürzt. Verletzungen beugt man am besten vor, indem die Sicherheitshinweise und der Arbeitsschutz beachtet werden. Eine starke Verästelung oder Quirlbildung kann mit einer Garten- oder Astschere herausgeschnitten werden. Abgeschnittene Zweige eignen sich gehäckselt hervorragend als Mulch.

Zum Zeitpunkt des Sommerschnittes ist es erfahrungsgemäß sehr trocken. Damit hat es der neue Austrieb schwer und es kann durchaus zu Rücktrocknungen an den Schnittflächen kommen. Entgegenwirken lässt sich mit starkem Wässern nach dem Heckenschnitt. Mögliche Rücktrocknungen lassen sich generell mindern, wenn die Schnittmaßnahmen auf den späten Nachmittag oder die frühen Abendstunden gelegt werden. Dann zieht sich der Saft in den Stamm zurück und Rücktrocknungen treten an den Schnittstellen seltener auf. Folgen nach dem Heckenschnitt weitere heiße Sommertage, ist tägliches Wässern ratsam. Die Hecke entwickelt einen neuen Austrieb, der bis zum Frost noch ausreichend Zeit zum Ausreifen hat.

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Kommentare

  1. Santarelli meint

    Ich bin sehr enttäuscht. Habe einen ersten Teil meiner Bestellung sehr spät erhalten. Vor einem Monat habe ich mich beschwert und gefragt, wann der zweite Teil geliefert wird. Ein Monat keine Antwort. Was soll ich jetzt machen mit ihre Mini Tomaten und Gemüsen Pflanzen, wenn ich sie mitte Juli in Kempten (Allgäu) pflanze. Was für ein katastrophales Service und Kundenbetreuung!!!!!!