Christrosen und Lenzrosen – zuverlässige Winterblüher

Früher – und ist noch gar nicht so lange her- war mit den ersten Frösten das Blühen auf Staudenbeeten beendet. Naja, es gab noch die in den Alpen heimischen Christrosen, botanisch Helleborus niger. Doch ehrlich gesagt, zählten die nicht wirklich, weil sie waren nicht nur blühfaul und ziemlich teuer, sondern auch schwierig im Garten zu halten, nur auf schweren Lehmböden, zudem voller Pilzkrankheiten. Nichts für meinen Normalogarten.  Heute ist alles viel besser, dank findiger Gärtner und ihren Kreuzungen. Die Christrosen mit ihren festen Blüten in unschuldigem Weiss mit gelbem Puschel in der Mitte gibt es jetzt schon ab November. Die Pflanzen sind wüchsig und schon nach einem Jahr haben sie sich zu gewaltigen Horsten entwickelt, bedeckt von reichlich Blüten. Bei mir stehen sie an der schlechtesten Stelle im Garten, sandig, nährstoffarm, trocken im Sommer und von einer Forsythie sehr schattig bedeckt. Das macht ihnen scheinbar nichts aus, denn sie blühen nicht nur zu Weihnachten, sondern noch lange danach.

Lenzrose

Etwas später, ab Januar, folgen dann ihre nahen Verwandten, die in wunderschönen Rot-, Rosa- und Burgunderrot prunkenden Lenzrosen (Helleborus orentalis-Hybriden), meist herrlich gesprenkelt, auch einfarbig in Rot oder Weiß.  Sie blühen in Horsten den ganzen Winter durch bei milden Temperaturen  und beenden ihren üppigen Flor erst Anfang Mai.

Sind das nicht gute Nachrichten? Ich bin schon ganz süchtig, meine Sammlung um ein paar Super-Exemplare zu ergänzen. Pflanzen kann ich ja den ganzen Winter hindurch, natürlich nur, wenn der Boden aufgetaut ist.

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