Gehölzschnitt: Weg mit den Fruchtmumien

Mein Mann schneidet heute die Bäume und Ziersträucher aus, er will die milde Periode bis zum nächsten Frost ausnutzen. Das ist eine richtige Verjüngungskur, die den Gehölzen bestens bekommt. Alte, abgetragene Zweige und Triebe entfernt er dabei  mit einer scharfen Baumschere bis zum Grund, lässt nur wenige kräftige Neutriebe stehen, schneidet nach innen und als Konkurrenz wachsende Zweige ab und kürzt das Ganze gleich um ein Viertel ein, sodass sich später ein luftiges gefälliges Wachstum ergibt. Obwohl die Vögel bei dem vielen Schnee reichlich Beeren und Früchte abgeräumt haben, sehe ich immer noch vertrocknete Reste davon in den Zweigen hängen. Die schmecken offenbar nicht. Kein Wunder, stecken doch in diesen „Fruchtmumien“ jede Menge Pilzsporen von Krankheiten.  Zu den schlimmsten gehört die Fruchtfäule Monilia,  die im Sommer bei Regenwetter oft Kirschen befällt, aber auch Pflaumen, Äpfel und Ziergehölze.  Bald welken die Triebe. Die Ausbreitung lässt sich durch schnellen Rückschnitt bis ins gesunde Holz stoppen und jetzt vorbeugend im Winter. Also weg mit den hässlichen Kadavern und in den Müll, keine der Sporenbomben darf  das Frühjahr erreichen. Also am Besten so schnell wie möglich, jetzt wo es auch noch mild ist. Der Winter kommt sicher nochmal zurück!

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