Fitness-Kur für den Rasen

Alles muss jetzt raus – die vertrockneten Halme und Laubreste müssen weichen, Platz schaffen für den neuen Rasenaustrieb. Jeder hat dafür seine eigene Methode. Bei mir wird gleich alles sofort nach dem Winter erledigt. Also her mit dem Vertikutierer – Auskämmen der Halmreste vom Vorjahr ist angesagt, damit der Dünger wieder in den Boden dringen kann und nicht in den Halmresten vom Vorjahr hängen bleibt. Wichtig ist dabei, dass die Schlitzmesser maximal 2-3 mm und nicht tiefer in den Boden dringen, sonst werden allzu viele Wurzeln beschädigt. Kaum glaublich, wieviel Filz und abgestorbenes Moos dabei zum Vorschein kommt! Danach streue ich Rasendünger, entweder organisch oder mineralisch nach Herstellerempfehlung, am besten Langzeitdünger, da gibt es keine Verbrennungen. Der Rasen sieht anschließend für 2-3 Wochen etwas gerupft, aber auch sauber aus, und es macht Freude zu sehen, wie er sich bald frischgrün und dicht wieder schließt.

Unser Boden beschert uns immer wieder verdichtete Stellen, auf denen der Rasen auch im Sommer nicht wachsen will. Jetzt ist die beste Zeit, um das Problem zu beseitigen.  Die einfachste Methode: Ich hebe mit dem Spaten die oberste Schicht flach ab und setze passende Rasensoden ein, die ich anderswo von gut wachsenden Stellen entnehme.
Falls das nicht geht, kann ich die Stellen mit einem Grubber oder Spaten ca. 3 cm tief lockern und mit einer Reparatur-Samenmischung neu besäen. Eleganter, sicherer und schneller geht es mit dem neuen Magischen Rasen-Pflaster von Substral, das neben dem Samen gleich Substrat und Dünger enthält.

Als Dauerlösung für wirklich hartnäckige vernässte Stellen hat sich der Einbau von flachen Rasengittern aus Kunststoff bewährt. Das geht so: die alte Erde 4-5 cm tief ausheben, das wabenförmige Gitter ausbreiten und mit sand- oder splitthaltiger Erdmischung befüllen (auch durchlässiges Dachgartensubstrat ist geeignet). Wie üblich besäen, leicht andrücken, nur mit ganz wenig oder gar nicht mit Erde bedecken und bis zum Ergrünen fein besprühen, nicht austrocknen lassen.

 

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