Rosenarten – Vielfalt im Schönheitswettbewerb

Die Vielfalt der Rosen scheint unerschöpflich und jede wirkt schöner als die andere. Ein Rosengarten wirkt wie ein Laufsteg der Schönen und jede einzelne besitzt ihren eigenen Reiz. Rosenarten gibt es für jeden Verwendungszweck – von ganz klein bis üppig groß, von flach kriechend bis empor kletternd bieten Rosen für jeden Geschmack das Richtige.

Rosen nehmen unter den Gehölzen eine besondere Stellung ein. Ihrer sommerlicher Dauerblüte, ihrem Duft und ihrer Grazie verdanken sie die Bezeichnung „Königin der Blumen“. Rosenarten unterscheiden sich in ihrem Blüh- und Wuchsverhalten, der Blütenform und -farbe, dem Duft und ihrer Robustheit.

Blütenreichtum der Rosenarten

Das wohl auffälligste Merkmal einer Rose ist ihre Blüte. Hierbei unterscheidet man zwischen einmal und den öfter blühenden Rosen. Einmal blühende Rosen finden leider weniger Beachtung, obwohl sie meist früher blühen und unter ihnen wertvolle Kletterrosen und Strauchrosen zu finden sind. Spricht man von modernen Rosen, sind meist öfter blühende Rosenarten gemeint. Sie sind imstande bei ausreichend Licht- und Temperaturverhältnissen den ganzen Sommer neue Blütentriebe bilden zu können. Hauptsächlich gibt es zwei Blütezeiträume, die im Früh- und Spätsommer liegen.

Ein weiteres Blütenmerkmal ist die Form. Sie reicht von einfachen, über halbgefüllte, gefüllte und stark gefüllte Blüten, je nachdem aus wie vielen Blütenblättern sich eine Rosenblüte zusammensetzt. In den Blütenfarben kennen die einzelnen Rosenarten kaum noch Einschränkungen. Von einfarbig bis mehrfarbig geflammt finden sich Rosen in riesiger Auswahl.

Rosenarten nach Wuchs und Verwendung unterscheiden

Bei der Wahl einer Rose sollte man auf die spätere Verwendung und den Wuchs achten. Rosenarten mit flach niederliegendem Wuchs werden für die Flächenbegrünung verwendet. Man nennt sie auch Bodendecker- oder Flächenrosen. Sie begrünen größere Flächen, ohne einen dichten Teppich zu bilden. Ähnlich kompaktwachsend, jedoch mit strauchförmigem Wuchs sind Zwergrosen. Sie eignen sich für kleinere Beete oder als Topfrosen für Kübelbepflanzungen. Strauch- und Beetrosen besitzen einen strauchförmigen Wuchs, der sich nochmals in steif aufrecht, buschig oder überhängend untergliedern lässt. Beetrosen sind in den Gärten am häufigsten anzutreffen. Umgeben von Lavendel, Vanilleblumen und anderen Sommerblumen verwandeln sie Blumenbeete zu blühenden Oasen.

Üppig wachsende Strauchrosen können wertvolle Heckenpflanzen sein, die eine Abgrenzung in ein undurchdringliches Rosengeflecht verwandeln. Besonders die Wildrosen erfüllen diesen Zweck sehr zuverlässig.
Eine besondere Stellung nehmen Kletterrosen ein. Sie besitzen einen Rankwuchs, wodurch sie mithilfe von Kletterhilfen Wände, Pergolen oder Torbögen zauberhaft in Farbe tauchen.

Eine spezielle Wuchsform sind Stammrosen. Ähnlich wie ein Baum besteht die Rosenpflanze aus einem Stamm und einer kleinen Krone. Auf diese Rosenarten sollte man sein besonderes Augenmerk richten, denn sie sind wind- und schneelastanfällig. Positiv ist der Umstand, dass Stammrosen vom Boden weiter entfernt sind und sich viele Sorten als weniger krankheitsanfällig erweisen.

Es ist wahrlich nicht einfach, die richtige Rose zu finden und eine Entscheidung zu treffen. Hat man sich jedoch entschieden, wird man die nächsten Jahre zuverlässig im Garten von einer Königin der vielen Rosenarten begleitet.

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