Pflanztipps für den Balkon: So bekommen Sie ein Blumenparadies

Besonders im Mai erstrahlen Balkone wieder mit zauberhafter Blütenpracht, bunten Sommerblumen und elegant hängenden Pflanzen. Wie Sie Ihren Balkon in einen Ort zum Wohlfühlen verwandeln, lesen Sie hier.

Balkonpflanzen auswählen und kombinieren

Bevor Sie jetzt ins Gartencenter stürmen und sich mit Balkonblumen versorgen, sollten Sie einige Dinge beachten. Abgesehen davon, dass die Blumen möglichst Ihren Lieblingsfarben entsprechen sollten, müssen Sie den Platz Ihres Balkons bedenken. Was nützt die schönste Blumenoase, wenn Sie sich nicht mehr auf Ihrem Balkon bewegen können? Achten Sie außerdem darauf, welche Ausrichtung Ihr Balkon hat. Sonnige Balkone können Sie mit sonnenhungrigen Blumen schmücken, zum Beispiel Geranien. Nach Norden ausgerichtete Balkone bieten einen idealen Standort für Edellieschen oder Fuchsien. Diese mögen es gern hell, vertragen aber keine direkte, dauerhafte Sonneneinstrahlung.
Kombinieren Sie einfach Ihre Lieblingsfarben, zum Beispiel rosa Zauberglöckchen und Hängepetunien. Mit weißen Blüten dazwischen wirkt das Arrangement romantisch und frisch.
Wer es auffällig und lebendig mag, mischt orange Studentenblumen, pinke Zauberglöckchen und roten Feuersalbei miteinander. Beliebte Balkonpflanzen sind außerdem Geranien, Petunien oder Begonien. Verzichten Sie auf hochwachsende Stauden, die kleinen Balkonpflanzen Energie entziehen. Aufrecht wachsende Arten stellen Sie nach hinten, hängende Balkonblumen nach vorne.
Damit der Balkon insgesamt harmonisch wirkt, sollten Sie maximal drei Farben miteinander kombinieren. Dazu zählen neben den Blütenfarben auch die Farben von Sonnenschirm und Sitzpolstern.

Bevor Sie pflanzen: Wählen Sie den optimalen Behälter aus!

Viele im Handel erhältliche Behälter für Pflanzen sind aus Kunststoff. Das hat den Vorteil, dass sie besonders leicht sind und sich somit schnell transportieren lassen, beziehungsweise dass sie am Balkongeländer hängen können. Tonkübel dagegen speichern Wasser besser. Untersetzer mit Rollen bieten sich an, damit Sie große Kübel auch bei Bedarf verschieben können.

Einpflanzen: So geht es richtig

Achten Sie auf die Pflanzzeit Ihrer Balkonpflanzen. Beliebte Balkonblumen (oft Sommerblumen) werden nach den Eisheiligen Mitte Mai gepflanzt, da sie so vor Frost geschützt sind. Wollen Sie den Frühling einläuten, müssen Sie die Frühlingsboten (zum Beispiel Narzissen oder Hyazinthen) bereits im Herbst pflanzen. Wer beim Pflanzen einige Hinweise beachtet, kann ein buntes Blumenmeer genießen.

•    Achten Sie auf einen Kasten mit genug Volumen und verteilen Sie Blähton oder Kies als Drainageschicht auf den Boden – so kann Wasser abfließen.
•    Nehmen Sie hochwertige, frische Blumenerde und befüllen Sie Ihren Balkonkasten oder Kübel zur Hälfte damit.
•    Drücken Sie den Transporttopf der Pflanze leicht an, um die Wurzeln zu lösen und heben Sie die Pflanze vorsichtig hoch.
•    Setzen Sie die Pflanze ein, etwa zwei Zentimeter unter den Kastenrand.
•    Füllen Sie mit Erde auf und drücken Sie sie leicht an. Großzügig gießen, damit die Erde auch zwischen die kleinsten Wurzeln gespült wird.

Wer seine gebrauchten Tontöpfe im nächsten Jahr erneut nutzen will, sollte sie reinigen. Dafür kommen sie über Nacht in einen Eimer mit Wasser und Essigessenz (Verhältnis: 15:1). Das löst Kalkablagerungen.

Erde, Dünger, Wasser, Schneiden: Pflege Ihrer Balkonpflanzen

Achten Sie auf hochwertige, frische Blumenerde für Ihre schönen Balkonpflanzen. Eisenhungrige Exemplare wie Petunien, Zauberglöckchen und Margeriten fühlen sich in saurer Erde oder spezieller Petunien-Erde am wohlsten.
Düngen Sie Ihre nährstoffbedürftigen Sonnenanbeter wöchentlich. Am besten eignet sich dafür flüssiger Balkondünger, der mit dem Gießwasser verabreicht wird. So können Sie sich lange an bunten Blüten erfreuen.
Wer morgens und bei Bedarf am kühlen Abend gießt, tut seinen Pflanzen etwas Gutes. Viele Balkonpflanzen sind sehr durstig und ihre Erde kann schon am Spätnachmittag wieder trocken sein. Sie ersparen sich viel Arbeit, wenn Sie Blumenkästen mit Wasserspeicher kaufen. Mithilfe des Wasserstandzeigers haben Sie immer den Überblick, ob Ihre prachtvollen Blumen verdursten oder optimal bewässert sind. Kostengünstiger sind Wasserspeichermatten, mit denen Sie einfach vor dem Bepflanzen Ihre Balkonkästen auslegen.
Schneiden Sie welke Blüten regelmäßig ab, damit sich neue Blütenknospen bilden. Bei kleinblättrigen Arten verwenden Sie dafür eine Hand-Heckenschere, großblättrige Arten können Sie mit einer Gartenschere bearbeiten. Schöne Blüten erhalten Sie, wenn Sie öfter die Triebspitzen kappen. Bitte benutzen Sie dafür eine scharfe Schere –Fingerspitzen reißen die Triebe oft ein.

Überwintern: Damit es auch nächstes Jahr schön blüht

Viele Balkonpflanzen sind einjährig, weswegen sich das Überwintern nicht lohnt. Fuchsien, Geranien oder Schönmalven lassen sich jedoch problemlos in ein Winterquartier umsiedeln. Sobald erste Nachtfröste angekündigt werden, schneiden Sie die Triebe zurück und entfernen welke Blätter und Blüten. Stellen Sie Ihre bunten Lieblinge in einen hellen, kühlen Raum, gießen Sie sparsam und lüften Sie regelmäßig. Ab Anfang Februar freuen sich die Balkonpflanzen über einen warmen Platz auf der Fensterbank. Übrigens: Scheinbeere und Torfmyrte können im Winter draußen bleiben und leuchten als bunte Farbtupfer zwischen immergrünen Balkonpflanzen, die das ganze Jahr die frische Luft genießen.
Wer Kräuter angepflanzt hat, kann sie teilweise überwintern. Basilikum und Kapuzinerkresse sind einjährig, daher sollten Sie im kommenden Jahr neue kaufen. Rosmarin hingegen überwintert problemlos in einem kühlen Raum. Petersilie und Lavendel können draußen bleiben. Schützen Sie sie vor starken Frösten, indem Sie Ihre Kräuter mit Laub bedecken. Eine Mulchdecke am Boden schützt ebenfalls.

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