Winterschutz für frostfeste Gewächse in Kübeln

Auf meine schöne Pflanzen-Sammlung in Töpfen bin ich stolz. Darin gibt es nicht nur die schönsten Blattschmuckstauden wie Funkien, Kaukasusvergißmeinnicht ‚Jack Frost’, Geranium ‚Rozanne’, Purpurglöckchen oder wintergrüne Japan-Gräser. Schmuckstücke sind auch Kamelien, Palmen, winterharte Bananen, Rosmarin, Buchs und Zwergpfirsiche. Eigentlich vertragen ja alle Frost. Wenn sie nur nicht in Kübeln und Töpfen ständen! Das Wurzelwerk ist ihre Achillesferse: gleich zweifach sind die Ballen gefährdet, einmal gegen Durchfrieren bei harten Frost und gegen Austrocknen bei längerer Kälte. Dem beuge ich ganz einfach vor: in einem Beet oder dicht am Haus Löcher ausheben und die Töpfe ganz in der Erde versenken, ringsum 15-20 cm hoch mit Laub abdecken und eventuell noch die oberirdischen Teile mit Reisig oder Vlies umwickeln (nie Folie, wegen Schwitzwassergefahr!). Ist im Beet nichts frei, wird es aufwendiger. Dann brauchen die Töpfe und Kübel ringsum eine schützende Jacke aus isolierendem Gewebe wie Jute (Sackleinen), Kokos, Weide oder Schilf. Das verhindert nicht nur schnelles Durchfrieren sondern auch das gefährliche Auftauen an sonnigen Wintertagen und dann wieder Einfrieren über Nacht. Vorbeugend stellen wir alle Kübel an schattige Stellen, an Mauern und auf isolierende Unterlagen wie Bretter oder Styropor-Platten. Bei Terrakotta verhindern untergeschobene tönernde Füßchen das Anfrieren. Außerdem immer gut: in Frostpausen gießen, damit der Ballen verdunstetes Wasser wieder ausgleichen kann.

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