Kräuter aussäen – Gesunde Aromen und Vitamine im Winter

Gesunde Frische und Vitamine sind in der Winterzeit rar. Mit geringem Aufwand lassen sich jedoch Kräutersprossen herstellen oder Gartenkräuter vortreiben, die als Zutaten die frische Küche wertvoll bereichern.

Noch befindet sich der Garten im Winterschlaf. Auch wenn das Schlimmste überstanden zu sein scheint, liegt die erste Kräuterernte noch in weiter Ferne. Die lässt sich jedoch mit Kräutersprossen oder vorgetriebenen Gartenkräutern beschleunigen.

Kräutersprossen herstellen

Älteres Saatgut verliert seine Keimfähigkeit. Um es nicht wegzuwerfen, kann der Kräutersamen des letzten Jahres für die Herstellung von Kräutersprossen verwendet werden. Hierzu sät man in einem Schälchen mit feuchter Zellulose die Kräutersamen in gleichmäßigem Abstand aus. An der hellen warmen Fensterbank findet das Schälchen seinen Platz.

Anschließend ist auf ausreichend Feuchtigkeit zu achten, denn die Zellulose darf nicht austrocknen. Um das zu verhindern, kann in den ersten Tagen ein Folienhäubchen oder ein Minigewächshaus; als Feuchtigkeitsschutz verwendet werden. Bereits nach einigen Tagen laufen erste Sämlinge auf und die Haube kann entfernt werden. Zu hohe Luftfeuchte führt ansonsten unter Umständen nur zu einer Pilzinfektion.

Haben die Kräutersämlinge eine Höhe von zwei bis drei Zentimeter erreicht, können sie mit der Schere abgeschnitten und Salate, Suppen oder andere frische Speisen würzen. Sollte für eine Wiederholung das Saatgut aufgebraucht sein, bietet sich der Bio-Kräutersamen aus geprüfter Kultur an.

Kräuter aussäen: Gartenkräuter vortreiben

Mit Voraussicht hat man im letzten Herbst einige Kräuter geteilt und Teilungsstücke in Töpfe eingepflanzt. Diese Töpfe haben bis jetzt den Winter im Freiland in der Winterruhe verbracht. Mit der langsam stärker werdenden Wintersonne können die Töpfe nun auf die warme Fensterbank gebracht werden. Zu Beginn ist etwas vorsichtig zu wässern, denn Wurzelschäden sind zu vermeiden. Erste grüne Spitzen zeigen sich nach wenigen Tagen. Bereits nach drei bis vier Wochen sind die Kräuter so groß gewachsen, dass erste Triebe geerntet werden können. Wichtig dabei ist, dass die Triebe nicht zu lang werden, denn weiche Sprossteile ziehen wie ein Magnet Schädlinge an.

Sobald das Frühjahr anbricht, werden die Töpfe im Freien abgehärtet und später wieder ins Kräuterbeet ausgepflanzt.

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