Gartenarbeiten im Mai

Der Frühling erreicht seinen Höhepunkt. Scheinbar über Nacht ist der Garten grün geworden und zeigt sich mit blühenden Beeten und Rabatten von seiner schönsten Seite. Zum Genießen ist es jedoch zu früh, denn es gibt noch viele Gartenarbeiten im Mai zu erledigen.

Gartenmöbel pflegen

Trockene Sonnentage im Mai lassen sich hervorragend zur Pflege von Gartenmöbeln nutzen. Bänke, Stühle oder Tische brauchen nach einiger Zeit einen neuen Anstrich oder eine witterungsbeständige Lasur. Wird das Streichen in den Vormittagsstunden vorgenommen, trocknet der Anstrich am Nachmittag aus. Beschädigte Teile werden im gleichen Zuge ausgetauscht. Sind die Gartenmöbel bereits sehr alt und nicht mehr ansehnlich, sollte über eine Neuanschaffung nachgedacht werden.

Bodenpflege zum Erhalt der Bodenfeuchte

Die Temperaturen im Frühling können durchaus sommerliche Werte erreichen. Entsprechend stark ist die Verdunstung des Bodens. Die regelmäßige Lockerung der Bodenoberfläche bricht die Bodenkapillaren. Die feinen Kanälchen fördern die Bodenfeuchtigkeit an die Oberfläche, an der sie verdunstet. Das Lockern mit einer Kralle oder Harke reduziert zudem den Wildkrautbewuchs und den Befall von Schnecken.

Wachstum fördern

In den Frühlingsmonaten findet bei den Pflanzen das stärkste Wachstum statt. In diesem Zeitraum darf es Gartenblumen, Rasen und Gehölzen nicht an Nährstoffen und Wasser fehlen. Trockenzeiten müssen durch regelmäßiges Wässern überbrückt werden. Wenn noch keine Düngung stattgefunden hat, sollte insbesondere auf leichten Böden keinesfalls darauf verzichtet werden. Die Nährstoffe werden durch ausreichendes Wässern für die Pflanzen verfügbar.

Die Eisheiligen kommen

Kurz vor Monatsmitte ist die Zeit der berüchtigten Eisheiligen. In diesem Zeitraum kann es nochmal so kalt werden, dass Nachtfröste starke Schäden im Garten anrichten können. Jedem Gärtner sei ans Herz gelegt, den Wetterbericht genau zu verfolgen und bei drohender Frostgefahr mit Vlies oder anderen Frostschutzmaterialien die junge Vegetation zu schützen.

Wärmeliebendes Gemüse ins Freiland pflanzen

Soll wärmeliebendes Gemüse im Freiland angebaut werden, können Tomaten, Gurken, Paprika oder Zucchini nach Monatsmitte in Gemüsebeete gepflanzt werden. Damit sich die Pflanzen gut entwickeln können, brauchen sie in den Wochen danach ausreichend Wasser und Nährstoffe. Werden Gurken direkt ins Beet gesät, sollte man auf Bodentemperaturen von mindestens 11°C warten.

Gewächshäuser lüften

Ist man in der glücklichen Lage ein Gewächshaus zu besitzen, können wärmeliebende Kräuter und Gemüsearten unter Glas angebaut werden. Die Ernte lässt sich um drei bis vier Wochen verfrühen. Doch wenn Basilikum, Tomaten und Co. die Wärme lieben, sind Temperaturen jenseits der 25°C nicht mehr wachstumsfördernd. Regelmäßiges Lüften fördert den Luftaustausch und mindert die Gefahr eines Schädlingsbefalls.

Bepflanzung des Gemüsegartens

Die ersten Frühkulturen im Gemüsegarten sind bereits erntereif und machen das Beet für die Hauptkulturen frei. Der Mai ist der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen von Blumenkohl, Kohlrabi, Salat und anderen Gemüsesorten. Vor der Bepflanzung mit Jungpflanzen empfiehlt es sich, den Boden nochmals zu lockern und für die Folgepflanzung zu bearbeiten.

Spezialdünger einsetzen

Rhododendren, Azaleen oder Heidegewächse sind Beispiele für Pflanzen, die kalkarme oder kalkfreie Böden benötigen. Es empfiehlt sich der Einsatz von Spezialdünger, der einerseits die Pflanzen mit Nährstoffen versorgt und andererseits den PH-Wert senkt.

Rhabarber ernten

Wie auch bei anderen mehrjährigen Nutzpflanzen sollte man bei der Rhabarberernte keinen Raubbau vornehmen. Werden zu viele Blätter mit der Ernte von der Pflanze entfernt, geht es zulasten des Wurzelstocks. Mindestens die Hälfte aller Blätter sollten am Rhabarber belassen werden, damit sich auch im nächsten Jahr kräftige Stiele entwickeln können.

Blütenduft zu Pfingsten

Ende Mai verströmen Pfingstrosen ihren verführerischen Duft. Die üppigen Stauden sind nicht nur im Blumenbeet eine Wonne, sondern auch geschnitten in der Blumenvase. Im knospigen Zustand werden die Blüten abgeschnitten, untere Blätter entfernt und in die Vase gestellt. Je nach Sorte können die Gartenschnittblumen etwa eine Woche im Raum halten.

Verblühte Tulpen abschneiden

Sobald die Tulpen am Verblühen sind, werden ihre Köpfe abgeschnitten. Lässt man die Samenbildung zu, geht das zu Lasten der Zwiebel und die Blüte im nächsten Jahr fällt spärlicher aus. Bleiben die Tulpen im Boden, entsteht ein kahler Fleck nach dem Absterben der Blätter. Füllen lässt sich die freiwerdende Stelle mit blühfreudigen einjährigen Sommerblumen.

Dahlien und Gladiolen auspflanzen

Nach der letzten Frostgefahr können Mitte Mai Dahlien und Gladiolen in die Beete gepflanzt werden. Mit reichlich Wasser und Nährstoffen wachsen die Knollenpflanzen bis zum Sommer zu prächtigen Blütenpflanzen heran.

Wildtriebe bei Rosen entfernen

Nicht selten erscheinen bei Busch-, Kletter- und Stammrosen Wildtriebe, die das Wachstum der eigentlichen Rose beeinträchtigen. Sobald diese Wildtriebe erkennbar sind, werden sie an der Basis weggeschnitten. Erfolgt der Austrieb aus dem Wurzelbereich, wird der Boden an der Stelle bis zum Austrieb entfernt und der Wildtrieb abgeschnitten.

Nach Rasenschnitt folgt die Rasenpflege

Obwohl Rasen nicht sehr anspruchsvoll wirkt, besitzen die Gräser einen hohen Wasser- und Nährstoffverbrauch. Zur Gesunderhaltung düngen und wässern erfahrene Gärtner ihren Rasen nach jedem Rasenschnitt im Frühling.

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