Gartenarbeiten im Sommer

Mit Beginn des Sommers startet die Ferienzeit. Entspannung gibt es nicht nur in der Ferne, sondern auch im eigenen Garten. Die mühsamen Gartenarbeiten des Frühjahrs sind abgeschlossen und der Garten kann nun in vollen Zügen genossen werden.

Sommerzeit steht für Gartengenuss. Die Früchte der Frühjahrs-Gartenarbeiten können geerntet werden und überall blüht und duftet es. Um die Gartenfreuden lange zu erhalten, ist der Garten nicht gänzlich zu vernachlässigen.

Urlaubsvorbereitungen im Garten

Steht der Urlaub vor der Tür, sollte der Garten urlaubsfest gemacht werden. Einige Wochen Abwesenheit können im Sommer durchaus dramatische Folgen haben. Die Gartenbewässerung ist das wichtigste Thema während des Sommers. Es empfiehlt sich Bekannte, Nachbarn oder Verwandte um Hilfe zu bitten. Das gilt sowohl für den Garten als auch den Balkon. Eine erleichternde Alternative ist die automatische Bewässerung. Mittels Bewässerungscomputer wird über entsprechende Tropfschläuche und Regner automatisch bewässert. Kurz vor Abfahrt ist der Garten nochmals ausgiebig zu wässern und die Bodenoberfläche anschließend mit einer Kralle zu lockern. Auf diese Weise bleibt das Wasser länger im Boden gespeichert. Zusätzliches Mulchen unterdrückt den Unkrautwuchs und verhindert ein Austrocknen des Bodens. Ein letzter Rasenschnitt überbrückt die Zeit bis zur Rückkehr.

Reifes Gemüse und Obst ernten

Der Sommer ist die Zeit der Gemüse- und Obsternte. Die meisten Gemüse- und Obstarten entlohnen die Mühe der Frühjahrsarbeiten mit leckeren Früchten und gesunden Zutaten aus dem Garten. An fast jedem Tag reift neues Gemüse und Obst heran. Die regelmäßige Ernte macht nicht nur viel Spaß, sondern ist auch für die Gartengesundheit wichtig. Überreife Früchte beginnen bei warmem Wetter zu faulen und entwickeln sich durch Fäulnis als Überträger von Pilzkrankheiten. Somit ist die Wichtigkeit dieser Gartenarbeit im Sommer nicht zu unterschätzen.

Gartenarbeiten im Sommer: Letzte Gehölzdüngung

Zu Beginn des Sommers können Bäume, Hecken und Sträucher ein letztes Mal gedüngt werden. Eine schwache Düngung fördert die Pflanzenentwicklung. Der Neutrieb hat bis zum ersten Frost noch ausreichend Zeit zum Ausreifen. Als idealer Zeitpunkt bietet sich eine Regenphase an, bei dem die Nährstoffe auf natürlichem Wege ins Erdreich an die Wurzel gespült werden.

Kräuterernte

Der Kräutergarten zeigt sich während des Sommers von seiner aromatischen Seite. Mit Beginn der Blüte ist die beste Zeit für die Kräuterernte gekommen, denn jetzt haben die Pflanzen das stärkste Aroma. Kräuter, wie z.B. Bohnenkraut, Minze, Rosmarin, Salbei oder Thymian werden zur Hälfte abgeschnitten und zu Bündeln mit etwa 10 Stielen zusammengebunden. Diese Bündel werden an einem trockenen, gut durchlüfteten Ort kopfüber aufgehängt. Nach zwei bis drei Wochen sind die Kräuter so trocken, dass sie zwischen den Händen zerkleinert und in lichtundurchlässige Gefäße für die weitere Lagerung umgefüllt werden können. Um spätere Verwechslungen auszuschließen, ist das Gefäß mit Inhalt und Datum zu etikettieren.

Hohe Stauden stützen

Hohe Stauden, z.B. Rittersporne, sind durch ihren üppigen Wuchs anfällig für Starkregen und heftige Winde. Die Standfestigkeit lässt sich entweder durch die Anbringung von Staudenstützen oder das vorsichtige Anhäufeln am Stängelgrund erhöhen. Edel und praktisch sind die Staudenstützen aus dem Fachhandel. Die Halterungen sind einfach und schnell um die Pflanze zu fixieren. Alternativ können auch Holzstäbe mit einer Gartenschnur als Stütze dienen.

Selbstaussaat von Unkräutern

Heiße Temperaturen und trockener Boden fördert die Samenreife bei Unkräutern. Es reichen bereits einige Sommertage aus, dass Unkräuter nach der Blüte Samen auswerfen. Bei jedem Gartenrundgang sind blühende Unkräuter unverzüglich zu entfernen und auf dem Kompost zu entsorgen.

Mehltau-Vorbeugung

An warmen Sommertagen entwickelt sich auf den Blättern verschiedener Gartenpflanzen ein weißlicher Belag. Hierbei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die als Mehltau bezeichnet wird. Die Pilzsporen fliegen bei trockenem Wetter durch die Luft und setzen sich auf den Blättern ab. Durch das feuchte Mikroklima am Blatt entwickelt sich der weiße Pilzrasen, der die Pflanze parasitiert. Vermeiden lässt sich ein Befall nicht. Der Befall kann jedoch durch vorsorgliches Entfernen befallener Blätter reduziert werden. Blätter und Triebe mit dem weißen Belag werden abgeschnitten und im Biomüll entsorgt. Bei einem starken Befall kann bei Zierpflanzen mit einem Fungizid entgegengewirkt werden.

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Kommentare

  1. Mery meint

    Ich habe die Goji-Beeren von zwei Jahre gekauft. Sie blühen nicht haben nie Beeren was mache ich falsch. Jemand sagte mir ich muss ein paar haben wahrscheinlich habe ich zwei männlichen Goji-Beeren gekauft. Meine frage wie sehe ich das? und was kann ich machen?