Laubgehölze pflanzen

Laubgehölze sind in jedem Garten zu finden. Je nach Größe und Wuchs reichen die Verwendungsmöglichkeiten vom großen Solitärbaum bis hin zur dauerhaften Kübelpflanzung mit Zwerg-Laubgehölzen. Das Pflanzen von Laubgehölzen ist dank der Topfkultur fast ganzjährig möglich.

Laubgehölze sind dankbare Gartenpflanzen, die über Jahre eine treue Begleitung im Garten sind. Erst mit den Jahren bilden sie ihren endgültigen Wuchs aus und nehmen häufig eine Leitstellung ein. Im Gegensatz zu Gartenblumen und Stauden, ist bei Laubgehölzen auf die spätere Wuchsform und -größe zu achten. Ein großer Solitärbaum oder Strauch kann für einen für einen kleinen Hausgarten über die Jahre zu mächtig werden. Eine gute Beratung hilft die richtige Entscheidung zu treffen.

Passende Laubgehölze finden

Bei der Auswahl eines Laubgehölzes sind neben den Standortbedingungen auch die Platzverhältnisse zu berücksichtigen. Für kleinere Hausgärten empfehlen sich klein- bis mittelhohe Bäume oder Sträucher. Sie wirken nicht überdimensioniert und rauben keinen unnötigen Platz. Ist mehr Raum vorhanden, lassen sich kleinere Gruppen von drei bis fünf Laubgehölzen miteinander kombinieren. Sie können in Richtung des Nachbargrundstückes als Sichtschutz dienen. Hierzu wählt man Sträucher mit unterschiedlichen Blütezeiten und variierenden Wuchshöhen. Die Anordnung erfolgt stufig, sodass die höchsten Pflanzen im Hintergrund angeordnet werden. Kleinere Laubgehölze werden optisch nicht verdeckt. Durch die unterschiedlichen Blühzeiten bietet die Gehölzgruppe mehrmals im Jahr Farbpunkte.

Zierende Laubgehölze pflanzen

Ist die Entscheidung gefallen, können Sie damit beginnen die Laubgehölze zu pflanzen. Bäume und Sträucher im Topf können ganzjährig bei frostfreiem Wetter gepflanzt werden. Anders verhält es sich bei wurzelnackten oder ballierten Laubgehölzen. Sie werden entweder im zeitigen Frühjahr oder im späten Herbst in die Erde gesetzt.

Bei der Pflanzung von getopften Laubgehölzen werden die Laubgehölze zunächst am späteren Pflanzplatz in den richtigen Abständen positioniert. Die Pflanzabstände sind so zu wählen, dass sich die spätere Wuchsform gut entfalten kann und Pflegearbeiten zwischen den Laubgehölzen möglich sind. Beispielsweise die Rasenmahd oder das Erneuern von Rindenmulch. Vor dem Einsetzen des Laubgehölzes werden trockene Topfballen im Wasserbad getränkt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. In der Zwischenzeit wird das Pflanzloch ausgehoben, das etwas größer als der Topfballen sein sollte. Lockert man den Boden am Grund des Pflanzloches, kann das Laubgehölz besser einwurzeln. Vor dem Einsetzen wird etwas Wasser ins Pflanzloch gegossen, insbesondere dann, wenn die Pflanzung an heißen Tagen vorgenommen wird. Der getränkte Topfballen wird aus dem Wasser entnommen. Starke Wurzelverfilzungen werden vorsichtig mit einem scharfen Messer aufgetrennt. Diese Verletzungen bewirken eine neue Feinwurzelbildung und das Laubgehölz wächst besser an. Der Wurzelballen wird nur so tief eingesetzt, dass die Oberkante mit der Bodenoberfläche abschließt. Das Pflanzloch wird mit Erde verfüllt und festgedrückt. Um den Wurzelballen wird ein Gießrand angelegt. Gießwasser läuft somit nicht fort und kann direkt in den Wurzelbereich eindringen.

Je nach Kronenform empfiehlt sich bei Bäumen die Anbringung von Baumbindern als stabilisierende Wuchshilfe. Sie verhindert ein Umknicken bei starken Winden. Sie sollte nicht zu fest geschnürt werden, um Verletzungen am Stamm zu vermeiden. Bei freiliegenden Gärten ist zudem ein Wildverbiss ratsam, denn Kaninchen oder Rehe finden Rinde und Triebe von jungen Laubgehölzen außerordentlich schmackhaft.

Neben regelmäßigem Wässern lässt sich die Entwicklung von frisch gepflanzten Laubgehölzen durch eine Düngung mit Hornspänen unterstützen. Ein frischer Austrieb signalisiert, dass es dem frisch gepflanzten Laubgehölz gut geht und sich am Standort etabliert.

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