Gehölze und Hecken pflanzen

Mit dem einsetzenden Laubfall endet der goldene Oktober, jedoch noch nicht die Pflanzzeit. Für Bäume, Sträucher und Hecken bietet sich die Pflanzung in der Ruhephase im unbelaubten Zustand an.

Das Herbstlaub fällt von den Bäumen und auch der Garten fällt langsam in seinen winterlichen Dornröschenschlaf. Doch bevor die Winterfröste Einzug halten, können Sie Gehölze und Hecken pflanzen. Viele Gehölze werden nach dem Laubfall als Ballenware oder wurzelnackt gepflanzt. Diese Pflanzen sind im Einkauf günstiger, da sie nicht in der extensiven Containerkultur gezogen, sondern direkt vom Beet der Baumschulen gerodet werden.

Sträucher mit Ballen pflanzen

Die Hauptpflanzzeit für die meisten Blüten- und Ziergehölze ist der späte Herbst nach dem Laubfall. Die Gehölze werden in der Baumschule mehrfach verpflanzt, sodass sie im Laufe der Jahre einen festen Wurzelballen bilden. Vom Feld gerodet, werden die Wurzelballen in ein Jutematerial eingeschlagen und als Ballenware im unbelaubten Zustand angeboten.

Nachdem der Pflanzplatz bestimmt ist, wird zur Pflanzung ein Pflanzloch ausgehoben, das etwa zehn Zentimeter größer als der Wurzelballen ist. Der Boden am Lochgrund wird mit dem Spaten gut gelockert. Der Strauch wird zur Probe ins Pflanzloch eingesetzt. Die Oberkante soll mit der Bodenoberfläche abschließen. Anschließend wird das Gehölz wieder herausgehoben und eine Kanne Wasser in das Pflanzloch geschüttet. Grundsätzlich kann der Wurzelballen mit der umwickelten Jute eingepflanzt werden. Kunststoffe, beispielsweise Fixierungsleinen, sollten jedoch entfernt werden. Nachdem das Gehölz in das eingewässerte Pflanzloch eingesetzt wurde, wird die Ausrichtung nochmals kontrolliert. Hierbei tritt man einige Schritte zurück und schaut, ob das Gehölz gerade steht. Anschließend wird das Pflanzloch mit Erde verfüllt, festgedrückt und mit einem Gießrand umzogen. Das Angießen schließt die Pflanzung ab. Eine Schicht aus frischem Rindenmulch verhindert das Auflaufen störender Wildkräuter und schützt die Wurzeln im Winter vor Erfrierungen.

Wurzelnackte Hecken– und Obstgehölze pflanzen

Wurzelnackten Gehölzen fehlt der typische Wurzelballen, denn die Wurzeln sind frei von Erde und die Pflanzen wirken wie wilde Zweige. Sie sind meist preiswerter als Pflanzen im Topf und nur im späten Herbst oder zeitigen Frühjahr während ihrer Ruhephase erhältlich. Durch ihr geringes Gewicht sind sie problemlos im Versand bestellbar. Wurzelnackt werden viele sommergrüne Heckenpflanzen, Rosen und Obstgehölze angeboten.

Vor der Pflanzung werden die wurzelnackten Gehölze ein bis zwei Stunden im Wasserbad getränkt. In der Zeit saugt sich das Holz mit Wasser voll und Austrocknungen wird vorgebeugt. In der Zwischenzeit können die Pflanzlöcher vorbereitet werden. Der Grund wird mit Spaten oder Grabegabel tiefengelockert. Vor dem Einpflanzen wird ausreichend Wasser in das Pflanzloch geschüttet.

Beim Einsetzen muss darauf geachtet werden, dass das Gehölz nicht zu tief und gerade eingesetzt wird. Sitzt der Strauch perfekt im Loch, wird das Pflanzloch verfüllt, die Erde angedrückt und angegossen. Bei einer Heckenpflanzung wird statt einem Gießrand ein kleiner Kanal entlang der Hecke angelegt, in dem sich das Gießwasser sammeln kann.

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