Salatwiese – eine famose Idee

Finden Sie nicht auch, dass unsere südlichen Nachbarn manchmal viel einfacher und praktischer gestrickt sind? Nehmen wir mal den Salat, den man ja ungefähr 7 mal in der Woche braucht, zumindest im Sommer. Wir kaufen diesen Woche für Woche im Supermarkt und unsere Nachbarn legen einfach eine Salatwiese an.

Bei heißen Temperaturen im Sommer zieht man doch öffter einen Salat den heißen und fettigen Gerichten vor. Jedoch hat man die knackigen Salatblätter nicht immer im Kühlschrank. Also spricht doch nichts dagegen den Salat im eigenem Garten zu pflanzen. Man müsste meinen, was hat man hier schon für eine Arbeit: aussäen, dann pflanzen, dann aufpäppeln, dann ernten! Anschließend die entstandene Lücke im Beet füllen und schon beginnt die Prozedur von vorne. Unsere Nachbarn aus Italien und Frankreich würden hie rnur die Köpfe schütteln: so umständlich gärtnern sie nicht. Ihre Lösung: eine Salatwiese.

Richtig anlegen & pflücken

Bei ihnen zu Hause gibt es in fast jedem Garten ein Beet mit „Misticanza“ oder ‚‚Mesclun“ – bei uns nennt man das „Salatwiese“, aber die Methode ist leider noch wenig bekannt. Dabei ist sie so einfach: Man sät eine Mischung von verschiedenen Salaten, möglichst bunte mit grünen und roten Blättern,  in Reihen von 20-25 cm aus. Schon nach 3-4 Wochen und bei 20-25 cm Höhe werden die jungen Blättchen, ähnlich wie Petersilie, mit dem Messer abgeschnitten. Dann sind sie immer herrlich zart, knackig und ein echter Genuss. Man wartet also nicht so lange ab, bis sie Köpfe bilden.

Wichtig ist aber, dass immer das Herz der Pflänzchen erhalten bleibt, daher nicht alles abschneiden, sondern nur bis etwa 5 cm über der Erde. Ruck-zuck schlagen sie wieder aus und im Sommer ist schon nach 2-3 Wochen genug für die nächste Mahlzeit nachgewachsen. Das setzt sich 4-5 mal so fort  bis zum Spätherbst, im Prinzip kann man jeden Tag frische Salatblätter ernten.

Salatwiese auf dem Balkon

Wer keinen eigenen Garten hat, muss die Idee von eigener Salatwiese natürlich nicht gleich verwerfen. Denn Salate gedeihen nicht nur auf Beeten, sondern passend zugeschnitten auch im Balkonkasten und sogar in Kisten, die mit Erde gefüllt sind. Wäre ideal fürs „Urban gardening“, das gerade immer prominenter wird. Und neben dem Salat lassen sich natürlich auch andere Gemüsesorten pflanzen. Tipps, wie man dabei am Besten vorgeht, gibt es in unserem Beitrag: Gemüsegarten planen – Die richtige Strategie anwenden.

 

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