Sommerschnitt für Hecken – leicht gemacht!

Hecken sorgen für klare Trennungen und Strukturen im Garten. Werden laubabwerfende Hecken mitten im Hochsommer geschnitten, empfiehlt sich für immergrüne Heckenpflanzen der späte Sommerschnitt.

Hecken bilden als Strukturelemente klare Linien im Garten. Als Abgrenzung bilden sie die Übergänge zwischen Wegen und Beeten oder zur Grundstücksgrenze. Regelmäßige Schnittmaßnahmen sind erforderlich, damit sie ihrer Bestimmung gerecht wird und in Form bleibt.

Sommerschnitt nach Hauptwachstum

Der Sommerschnitt ist eine leichte Schnittmaßnahme und dient der Formgebung der Hecke nach der Hauptwachstumsperiode. Im Gegensatz zu den starken Rückschnitten im Frühjahr, können Sie den Neutrieb der Heckenpflanzen in Form bringen. Denn immerhin sind die Triebe in den vergangenen Frühjahrsmonaten nach allen Seiten gewachsen und lassen die Hecke ungepflegt aussehen. Zudem schattieren lange Triebe innere Bereiche, sodass es zu einem Verkahlen im Inneren der Hecke kommt. Lücken und Löcher in der Hecke sind die Folge.

Hecken werden häufig von Vögeln als beliebte Lebensräume und Nistplätze angenommen. Daher darf aus Naturschutzsicht der Sommerschnitt erst nach Abschluss der Brutzeit erfolgen. Wie diese Zeiten je Bundesland gesetzlich geregelt sind, können Sie bei bei der zuständigen Naturschutzbehörde nachfragen.

Sommergrüne Hecken, beispielsweise Buche, Hainbuche oder Weißdorn, sind von Mitte bis Ende Juli zu schneiden. Immergrüne Hecken, wie z.B. Liguster oder Nadelgehölze werden etwas später, im Zeitraum August bis September geschnitten. Und den Buchsbaum als Formgehölz können Sie etwas häufiger im Zeitraum von Mai bis August schneiden.

Das Vorgehen beim Sommerschnitt

Der sommerliche Formschnitt ist ein wichtiger Arbeitsschritt, um eine dichte und gesunde Hecke zu erhalten. Die Schnittmaßnahmen werden trapezförmig an der Hecke durchgeführt. Die Oberkante sollte immer schmaler als die unteren Heckenpartien sein. Somit fällt auch in den unteren Bereich ausreichend Licht und ein Verkahlen wird vermieden.

Als Orientierungshilfe dienen straff gespannte Gartenschnüre. Mittels Heckenschere, gleichwohl ob mechanisch oder motorisiert, werden die Triebe eingekürzt. Um Verletzungen vorzubeugen, beachtet am Besten die Sicherheitshinweise und den Arbeitsschutz. Eine starke Verästelung oder Quirlbildung können Sie mit einer Garten- oder Astschere herausschneiden. Übrigens eignen sich abgeschnittene Zweige gehäckselt hervorragend als Mulch.

Zum Zeitpunkt des Sommerschnittes ist es erfahrungsgemäß sehr trocken. Damit hat es der neue Austrieb schwer und es kann durchaus zu Rücktrocknungen an den Schnittflächen kommen. Entgegenwirken können Sie mit starkem Wässern nach dem Heckenschnitt. Damit die Pflanzen generell nicht schnell austrocknen, legen Sie die Schnittmaßnahmen lieber auf den späten Nachmittag oder in die frühen Abendstunden. Dann zieht sich der Saft in den Stamm zurück und an den Schnittstellen trocknet es sich seltener aus. Folgen nach dem Heckenschnitt weitere heiße Sommertage, raten wir zum täglichen Wässern. Die Hecke entwickelt dann einen neuen Austrieb, der bis zum Frost noch ausreichend Zeit zum Ausreifen hat.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Sommerschnitt für Hecken - leicht gemacht!, 5.0 out of 5 based on 1 rating

Kommentare

  1. Santarelli meint

    Ich bin sehr enttäuscht. Habe einen ersten Teil meiner Bestellung sehr spät erhalten. Vor einem Monat habe ich mich beschwert und gefragt, wann der zweite Teil geliefert wird. Ein Monat keine Antwort. Was soll ich jetzt machen mit ihre Mini Tomaten und Gemüsen Pflanzen, wenn ich sie mitte Juli in Kempten (Allgäu) pflanze. Was für ein katastrophales Service und Kundenbetreuung!!!!!!