Kräuter Aussaat im Topf

Irgendwie lechzt meine ganze Familie nach Würze. Selbst beim Italiener schmeckt die Rucola zur Zeit nach nichts, wer weiß in welchem Treibhaus das Kraut in Turbogeschwindigkeit herangewachsen ist.

Heute habe ich an meinem sonnigen Küchenfenster selber Kräuter ausgesät und zwar mit Saatscheiben. Schon im letzten Jahr hatte ich damit das ganze Frühjahr über und auch im Herbst ständig frische Blätter zum Abschneiden. Auch die Sorte „Salatrauke“ (ist echte Rucola)  hat mich im Aroma nie enttäuscht.

Selbst aussähen ganz einfach:

Man füllt einen 12 cm-Topf mit Erde und legt die Saatscheiben aus weichem Papier hinein. In ihnen ist schon der Samen enthalten, gleich im richtigen Abstand, damit sich die Mini-Mühe auch lohnt. Jetzt nur noch gründlich angießen und wachsen lassen. Schon nach wenigen Wochen kann ich blitzsaubere und würzige Kräuter ernten.  Am besten gefällt mir die Saatscheiben-Methode mit Salatrauke, Dill und Basilikum, da hat man schnell einen kleinen Kräutergarten auf der Fensterbank.  Die Aussaat von Petersilie ist sehr ergiebig. Von diesem Küchenkraut  zweige ich nach der ersten Ernte etliche Sämlinge ab und pflanze sie nach draußen ins Kräuterbeet oder in meine Kräuterschale auf dem Balkon. So habe ich gleich die Anzucht der Pflanzen gespart.

Aber auch das Säen von anderen Kräutern, wie Schnittlauch, Thymian und Rosmarin ist kinderleicht und garantiert aromatischen Geschmack! Damit kommt dann endlich auch die ersehnte Würze ins Essen.

Schnell noch Zwiebelblumen setzen

Solange der Boden noch offen ist, kann man Zwiebelblumen setzen. Es ist also noch nicht zu spät für Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Schneeglanz. Ich habe schon oft noch kurz vor dem Winter Zwiebelblumen gesetzt und immer ergab sich im Frühjahr ein Blütenmeer. Allerdings kann sich die Blütezeit etwas verspäten und die Stängel bleiben kürzer, was verwildernden Krokussen, Narzissen oder Kaiserkronen nichts ausmacht. Tulpen jedoch wachsen umso schwächer, je später man sie pflanzt. Sie können ja nicht mehr viele Wurzeln bilden und das fehlt ihnen später. Wichtig ist nur, dass sie noch vor der Kälte in die Erde kommen und vom damit ausgelösten Blühreiz profitieren.

Gartenarbeiten im Oktober

Im Oktober können herrliche Sonnentage Ihnen einen „goldenen Oktober“ bescheren. Aber auch kühle und regnerische Tage und frostige Nächte kann der Herbstmonat bringen. Im Garten können Sie noch die letzten warmen Sonnenstrahlen und das bunt leuchtende Herbstlaub genießen. Vergessen Sie dabei aber nicht das herbstliche Aufräumen und die jetzt notwendigen Gartenarbeiten.

Ziergarten

Jetzt ist die ideale Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen, Sträucher, Gehölze und Obstbäume. Sie gewöhnen sich an den Standort, wurzeln bis zum Frühjahr gut ein und treiben dann kräftiger aus als wurzelnackte Gehölze, die im Frühjahr gepflanzt werden.

Auch Tulpen, Narzissen und andere Frühlingsblüher sollten jetzt gepflanzt werden, damit Sie im nächsten Frühjahr die bunte Blütenpracht genießen können. Die Zwiebelblumen bevorzugen einen lockeren, durchlässigen Boden, damit sich keine Staunässe bilden kann. Die Pflanztiefe sollte etwa doppelt so tief sein, wie die Zwiebeln hoch sind und der Abstand zwischen den Zwiebeln so groß, wie die Pflanzen später auseinander stehen sollen. Wenn Sie etwas Kompost mit ins Pflanzloch geben, werden Ihre Zwiebelblüher gleich mit Nährstoffen versorgt.

Kälteempfindliche Pflanzen und Knollenpflanzen im Ziergarten sollten jetzt ausgegraben und trocken und dunkel eingelagert werden.

Verblühte Stauden und Gräser können im Herbst in Form geschnitten und eingekürzt werden, sollten aber nicht komplett zurückgeschnitten werden, da sie auch bei Frost dekorativ sind, nützlichen Insekten ein Winterquartier bieten und als Vogelfutter dienen. Achten Sie darauf, dass kein welkes Laub auf Ihren Stauden liegen bleibt, da sonst die Pflanzen darunter Schaden nehmen könnten.

Kübelpflanzen überwintern

Sobald die ersten Nachtfröste zu erwarten sind, müssen empfindliche Kübelpflanzen in ein frostfreies Winterquartier. Bevor sie eingeräumt werden, sollten sie noch zurückgeschnitten werden um Blattkrankheiten und Schädlingen vorzubeugen. Beim Einräumen ins Winterquartier muss der Wurzelballen trocken sein.

Rasenpflege

Im Gartenkalender für den Oktober steht auch folgende Gartenarbeit: Herabgefallenes Laub sollte immer wieder zusammengerecht werden, damit Ihr Rasen Licht bekommt. Auch zum Ausbessern und Kalken ist vor dem Frost der richtige Zeitpunkt.

Nutzgarten

Im Oktober werden noch einige Obst– und Gemüsepflanzen das letzte Mal geerntet. Tomaten, Gurken, Paprika und Zucchini sollten vor dem ersten Frost geerntet werden. Äpfel, Birnen, Nüsse und Quitten sind jetzt reif. Und im Oktober ist Erntezeit für die beliebten Speise- und Zierkürbisse, mit denen Sie leckere Gerichte zubereiten bzw. schöne herbstliche Dekorationen arrangieren können.

Gartenarbeiten im September

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu, aber einige Gartenarbeiten im September sind noch zu erledigen. Im September kann es mit dem Altweibersommer nochmal schön warm werden, doch oftmals stimmen die kühlen Abende auf den nahenden Herbst ein.

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