Die richtige Orchideen-Pflege

Die ursprünglich aus dem Tropenwald stammende Orchidee ist ein wahrer Blickfang in Ihrer Wohnung. In Deutschland gibt es noch immer ca. 90 verschiedene wild wachsende Orchideen, wobei die beliebteste Zimmerpflanzen-Orchidee die Phalaenopsis ist. Doch worauf muss bei der Orchideen-Pflege geachtet werden, um die Pflanze so lange wie möglich zu erhalten?

Grundsätzlich ist die Pflege einer Orchidee gar nicht so umfangreich, auch wenn Sie als sehr empfindlich eingestuft wird. Jedoch ist auf den richtigen Standort, den Dünger und den Übertopf zu achten. Auch bei der Bewässerung gibt es einige Besonderheiten.

Der richtige Standort

Ursprünglich stammt die Orchidee aus tropischen Regionen, in denen die Orchidee als Aufsitzerpflanze in Bäumen gehaust hat. Somit wurde die Pflanze damals von der Baumkrone vor zu viel Sonneneinstrahlung geschützt. Die Wasseraufnahme erfolgte über die tropische Luft, die sich bekanntermaßen durch eine hohe Luftfeuchtigkeit auszeichnet. Der perfekte Standort bei Ihnen zu Hause befindet sich somit auf der Fensterbank mit wenig Sonne. Bestmöglich an der Ost- oder Nordwestseite. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die Pflanze nicht zu nah am Ofen oder der Heizung steht.

Das Umtopfen

Sowohl bei der Pflanzung als auch beim Umtopfen ist das Verwenden von Spezialerde (Substrat) wichtig. Da das Substrat eine lockere und offene Struktur hat, sorgt es für die perfekte Belüftung der Wurzeln und des Wasserhaushalts. Somit wird Staunässe und Wurzelfäulnis verhindert. Ungefähr alle 2 Jahre sollte das Substrat und auch der Topf gewechselt werden und das am besten nach der Blütezeit im Frühjahr. Beim Umtopfen selbst möchten die gesamten Wurzeln von jeglicher Erde entfernt werden. Wenn faule oder abgestorbene Wurzeln auffindbar sind, sollten Sie diese mit einem scharfen Messer abschneiden. Auch der Topf muss gut gewählt sein, da zu niedrige Töpfe zu Staunässe führen können. Sitzt die Pflanze in Ihrem neuen, passenden Topf, muss zuletzt noch das neue Substrat eingestreut werden. Hierbei hilft es, den Topf einige Male auf den Tisch zu klopfen, um das Substrat bestmöglich zu verteilen.

Das richtige Gießen

Bei dem Gießen gibt es mehrere Methoden. Zum einen sind das Abduschen und das Tauchbad zu empfehlen. Beim Tauchbad ist es jedoch wichtig, die Pflanze gut abtropfen zu lassen, bevor Sie zurück in Ihren Topf kommt. Weitere Möglichkeiten sind das Besprühen der Pflanze und das Gießen mit schmalem Hals. Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, benutzen Sie nur Wasser, welches Zimmertemperatur hat und kalkarm ist. Außerdem können Sie auch Regenwasser verwenden. Beim Gießen selbst ist jedoch darauf zu achten, dass der obere Teil der Pflanze kein Wasser möchte. Somit nur die Wurzeln und das Substrat gießen.

Düngen und Schneiden

Für die perfekte Orchideen-Pflege darf der Orchideendünger nicht fehlen. Hierbei kann man zwischen Flüssigdünger und Orchideenstäbchen wählen. Wenn die Orchidee geblüht hat, sollte Sie danach zurückgeschnitten werden. Es ist darauf zu achten, nur braune Pflanzenteile zu entfernen.

Zusätzlich gibt es auch sogenannte „Gartenorchideen“, sodass Sie nicht nur in Ihrer Wohnung, sondern auch in Ihrem Garten diese wunderschöne Pflanze betrachten können.

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