Hecken Einpflanzen – so einfach geht’s!

Während die Temperaturen nach unten gehen und die Bäume Ihr Blattwerk auf den Boden unter ihnen entsorgen, wird es langsam nicht nur kalt, sondern auch kahl. Um aber auch in den frischeren Monaten einen Sichtschutz aufrechtzuerhalten, kommt man recht schnell auf den Gedanken eine Hecke zu pflanzen. Egal ob als Sichtschutz, Lärmschutz oder als Zierde, hier zeigen wir Ihnen wie Sie ganz easy Ihren Garten mit einer Hecke optisch aufwerten können und wie Sie Ihre künftigen Hecken Einpflanzen.

Was Sie vor dem Hecken Einpflanzen wissen sollten

Bevor wir unsere Hecken Einpflanzen schauen wir zunächst einmal auf den Kalender, denn die Zeit ist beim Pflanzen der Hecken von großer Bedeutung. Frostempfindliche Gebüsche können erst im Frühjahr gepflanzt werden. Immergrüne Hecken, Ballenware und (entgegen ihres Namens) Sommerhecken werden entweder im Frühjahr oder jetzt im Herbst gepflanzt.

Ebenfalls wissenswert ist, dass Hecken gerne Wurzeln schlagen. Damit das Gebüsch Ihrem direkt daneben stehenden Beet nicht das Wasser und die Nährstoffe klaut, können Sie dies mit einer Abtrennung des Strauchwerkes zum restlichen Garten, zum Beispiel durch eine Teichfolie, verhindern.

Auch sind Gedanken über die Dichte der Hecke empfehlenswert. Für leicht bewachsene Hecken wie z.B. (Eiben, Lebensbäume, Zypressen) sind 1-2 Pflanzen pro Meter empfehlenswert. Bei sehr dichten Hecken wie z.B. (Liguster, Berberitzen, Kirschlorbeer, Hainbuchen) 3-5 Pflanzen pro Meter Hecke.

Bedenken Sie ebenfalls, dass die Hecke nicht nur ein guter Lärm- und Sichtschutz ist, sondern ggf. auch sehr viel Schatten spendet. Überlegen Sie also vorher genau wo die Hecke in Ihrem Garten stehen soll und in welche Richtung der Schatten fallen wird. Sollte sich ein Beet im Schattenbereich der Hecke befinden, wäre es ratsam wenn sich schattentolerante Pflanzen, wie z.B. Hortensien, im Beet befinden.

Wichtig! Sollten Sie das Strauchwerk nah an einer Straße öffentlichen Eigentums pflanzen wollen, ist die spätere Wuchshöhe und –breite von großer Wichtigkeit. Was und wie erlaubt ist, erfahren Sie von Ihrer Stadtverwaltung. Als Faustregel kann man jedoch festhalten, dass Gestrüppe mit einer Wuchshöhe von bis zu 2 Metern einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern zum öffentlichen Raum einhalten sollten. Wird es mehr, ist mindestens 1 Meter empfehlenswert.

Wann Sie am besten Ihre Hecken Einpflanzen

Das Einpflanzen einer Hecke ist denkbar einfach und absolut kein Hexenwerk. Nehmen Sie sich am besten einen Spaten und eine Pflanzleine zur Hand. Markieren Sie zuerst den Pflanzbereich, den die Hecke später mit ihrer grünen Dominanz in Anspruch nehmen darf. Im Anschluss können Sie mit einer Pflanzleine den Pflanzbereich markieren und mit dem Spaten die Erde auflockern. Achten Sie darauf, dass der Pflanzbereich eine ungefähre Tiefe von 45 cm hat.

Bei größerem Pflanzabstand können Sie auch vereinzelt Löcher graben, eine Rinne mit Hilfe der Pflanzleine zu graben ist dann nicht notwendig.

Wenn Sie Ihren Pflanzen etwas gutes tun wollen und/oder einen schnellst möglichen Sichtschutz haben wollen, können Sie die Hecke in Komposterde einpflanzen.

Vergessen Sie nicht vor dem Einsetzen gegebenenfalls eine (Teich-)Folie auszulegen, um die Wurzeln der Hecke im Zaun zu halten.

Zeitlich dürfen Sie von Ihrer neu gepflanzten Hecke jedoch keine Wunder erwarten. Bis eine Hecke eine Blickdichtehöhe erreicht hat, können gerne bis zu 2 Jahre oder eventuell etwas mehr Zeit vergehen. Falls Sie jedoch schnell einen Sichtschutz benötigen, bietet sich die „Leylandzypresse“ an, da diese bis zu 70cm pro Jahr wächst.

Wann Sie Ihre Hecken am besten Gießen

Hecken sind die Katzen der Pflanzenwelt – sehr pflegeleicht. Dies gilt aber leider erst im höheren Alter einer Hecke. In jungen Jahren sind sie, wie Katzenjunges, d.h. dass sie einige Wochen nach Ihrer Pflanzung sehr viel und regelmäßig Wasser benötigen. Jedenfalls bis sie ihre Wuzeln ausgebildet haben um selbst ausrechend Wasser aus dem Erdreich zu ziehen. Stellen Sie sicher, dass jeder Stamm der Hecke ausreichend Wasser bekommt und, dass die Erde stets aufgelockert ist, damit das Wasser gut versickert und schnell zur Wurzel gelangt.

Gewässert werden müssen sie während der Trockenzeit etwa alle 3-4 Tage, am besten gießen Sie die (besonders die Dauergrünen-) Hecken nochmal kräftig vor dem ersten Winterfrost, damit diese es gut durchstehen. Beim Düngen sind sie ebenfalls sehr anspruchslos. Obwohl es immer abhängig von der Bodenbeschaffenheit ist, reicht in der Regel der Kompost zum Düngen oft schon aus.

Nun können Sie sich auf einen soliden mehrjährigen grünen Sichtschutz freuen.

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